- Gegen TRON‑Gründer Justin Sun werden neue Vorwürfe der Markt-Manipulation laut. Auslöser ist die Influencerin Zeng Ying, die in den frühen TRON‑Jahren Suns Partnerin gewesen sein soll.
- Nun will sie ihn belastendes Material an die US‑Börsenaufsicht SEC übergeben. Ihre Aussagen könnten Sun erheblich schaden, denn es läuft bereits eine ähnliche Klage gegen ihn, die ausgeweitet werden könnte.
Zeng Ying beschreibt detailliert, wie Sun 2017 und 2018 mehrere Binance‑Konten über Mitarbeiter-Identitäten eröffnet haben soll, um den $TRX‑Kurs gezielt zu beeinflussen. Ihrer Darstellung zufolge wurden koordinierte Kaufwellen ausgelöst, um Kurs und Marktkapitalisierung künstlich aufzublähen, bevor große Token-Mengen an Kleinanleger verkauft wurden.
Sie spricht von „riesigen illegalen Gewinnen“ und behauptet, über interne Chats, Dokumente und Aussagen ehemaliger Mitarbeiter zu verfügen. Die SEC habe bereits Kontakt aufgenommen, und sie wolle vollständig kooperieren. Ob und in welchem Umfang die Behörde die neuen Informationen verwertet, ist derzeit offen, doch die Detailtiefe der Vorwürfe sorgt für erhebliches Aufsehen.
Die SEC‑Klage von 2023
Die Anschuldigungen sind gar nicht so neu. Bereits im März 2023 reichte die SEC eine umfassende Zivilklage gegen Sun, die Tron Foundation und verbundene Unternehmen ein.
Zeng Ying wirft ihrem Ex-Partner Sun vor, zwischen April 2018 und Februar 2019 über 600.000 Wash‑Trades durchgeführt zu haben, um einen höheren als den wirklichen Umsatz vorzutäuschen.
Sollte das zutreffen, wäre es ein Fall für die Staatsanwaltschaft, es sei denn, der Tatbestand wäre, wie etwa in den USA, nach fünf Jahren verjährt.
Bild erstellt mit ChatGPT-KI (DALL·E)
Zudem sollen $TRX und $BTT ohne Registrierung verkauft und Prominente heimlich für Werbung bezahlt worden sein. Die SEC beziffert die mutmaßlich illegal erzielten Gewinne damals auf rund 31 Millionen Dollar.
Die Aussagen von Zeng Ying decken sich inhaltlich mit diesen Vorwürfen und liefern – sofern sie denn stimmen – erstmals Insider‑Informationen über Abläufe, Methoden und beteiligte Personen.
Konsequenzen für TRON und Sun
Für TRON ist der Zeitpunkt der Anschuldigungen denkbar ungünstig. TRON zählt zu den wichtigsten Netzwerken für Stablecoin‑Transfers, und Sun kontrolliert praktisch das Unternehmen. Außerdem gehören ihm BitTorrent (Rainberry), sowie die Börsen Poloniex und HTX.
Sein Einfluss auf USDD, HTX und weitere Projekte ist daher erheblich. Doch jedes neue juristische Gerücht beschädigt das Vertrauen der Anleger und des gesamten Marktes in die Unternehmen, mit denen Sun in Verbindung steht. Kurzfristig könnten starke Volatilitätsausschläge bei $TRX und $BTT die Folge sein.
Jetzt hängt Suns Zukunft davon ab, ob die SEC die neuen Aussagen als glaubwürdig einstuft und ob daraus weitere rechtliche Schritte entstehen.
Sollten die Aussagen bewiesen werden, dürfte Suns Position in seinen eigenen Unternehmen unhaltbar werden – und das gesamte, dann Ex-TRON‑Syndikat müsste sich neu aufstellen.
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