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BitRiver-CEO wegen Steuerhinterziehung verhaftet

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Der Gründer und CEO des russischen Bitcoin-Mining-Unternehmens BitRiver, Igor Runets, soll festgenommen und wegen mehrfacher Steuerhinterziehung angeklagt worden sein.

Laut Berichten lokaler Medien wie RBK und Kommersant vom Sonntag wurde Runets am Freitag festgenommen und muss sich wegen des Vorwurfs der Verschleierung von Vermögenswerten zur Steuerhinterziehung in drei Punkten verantworten.

Die Medien berufen sich auf Gerichtsdokumente des Moskauer Zamoskvoretsky-Gerichts, aus denen hervorgeht, dass Runets am Samstag angeklagt und noch am selben Tag unter Hausarrest gestellt wurde.

Das Anwaltsteam von Runets hat nun eine kurze Frist, um gegen den Hausarrest Berufung einzulegen, bevor dieser am Mittwoch vollständig in Kraft tritt. Sollte die Berufung erfolglos bleiben oder nicht eingelegt werden, muss Runets für die gesamte Dauer des Verfahrens zu Hause bleiben.

CEO Igor Runets spricht auf dem Forum des Russisch-Arabischen Wirtschaftsrats im Jahr 2020. Quelle: Igor Runets

BitRiver wurde 2017 gegründet und hat sich zu einem der größten Namen im russischen Bitcoin-Mining entwickelt. Das Unternehmen betreibt große Rechenzentren in Sibirien, die auch Krypto-Mining-Dienstleistungen für andere Unternehmen anbieten.

Ende 2024 berichtete Bloomberg, dass Runets Nettovermögen durch seine Beteiligung am Krypto-Mining bei rund 230 Millionen US-Dollar liege.

Immer mehr Probleme bei BitRiver

Das Unternehmen hatte mehrere massive Probleme, seit es Mitte 2022 vom US-Finanzministerium als Reaktion auf den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine erstmals mit Sanktionen belegt wurde.

Im Mai 2023 stellte einer seiner wichtigsten Kunden, der japanische Bankenriese SBI, die Nutzung der Infrastruktur des Unternehmens für das Bitcoin-Mining ein, nachdem er sich aufgrund des anhaltenden Konflikts aus Russland zurückgezogen hatte.

Im Bericht von Kommersant wird behauptet, dass BitRiver gegen Ende 2024 mit Kosteneinsparungen im gesamten Unternehmen begann und den Betrieb zurückfuhr, woraufhin es zu Verzögerungen bei den Gehaltszahlungen an die Mitarbeiter kam.

Anfang 2025 gab es zwei Klagen des Stromversorgers Infrastructure of Siberia gegen das Unternehmen, wo behauptet wurde, dass BitRiver für den Kauf von Ausrüstung bezahlt worden sei, diese jedoch nie erhalten habe.

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