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Dubai geht gegen Privacy Token vor und verschärft die Regulierungen für Stablecoins

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Calvin James

Die Finanzaufsichtsbehörde Dubais (DFSA) hat die Krypto-Regulierungen der Stadt umfassend aktualisiert. Die am 12. Januar in Kraft getretene neue Regeln verbieten die Notierung von Privacy Token an Börsen im Dubai International Financial Centre (DIFC). Mit diesen Aktualisierungen soll Dubai an internationale Compliance-Standards angepasst werden, während gleichzeitig Bedenken hinsichtlich der Geldwäschebekämpfung und Finanzkriminalität ausgeräumt werden.

Verbot von Privacy Token in Dubais Finanz Freizone durchgesetzt

Die Dubai Financial Services Authority (DFSA) hat den Handel mit Privacy Token an allen regulierten Börsen im Dubai International Financial Centre (DIFC) untersagt. Hintergrund dieser Entscheidung sind die Bedenken hinsichtlich Geldwäscherisiken und Compliance-Herausforderungen im Zusammenhang mit Privacy Token. Diese Token ermöglichen es Nutzern, Transaktionsverläufe und Identitäten zu verbergen, wodurch es den Aufsichtsbehörden erschwert wird, Finanzaktivitäten nachzuverfolgen.

Elizabeth Wallace, stellvertretende Direktorin für Politik und Recht bei der DFSA, erklärte: „Es ist für Unternehmen nahezu unmöglich, die Anforderungen der Financial Action Task Force (FATF) zu erfüllen, wenn sie mit Privacy Token handeln oder diese halten.“ Das Verbot gilt für alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Privacy Token, einschließlich Handel, Werbung, Fondsaktivitäten und Derivate, im DIFC.

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass das Verbot Einwohner nicht daran hindert, Privacy Token in privaten Wallets zu halten. Die Entscheidung unterstreicht Dubais Bestreben, die regulatorischen Standards an internationale Standards auszurichten, welche Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei Finanztransaktionen priorisieren.

Stablecoins neu definiert: Dubai verschärft Regeln

Parallel zum Verbot von Privacy Token hat die DFSA ihre Haltung zu Stablecoins überarbeitet. Die aktualisierten Bestimmungen beschränken die Definition von Stablecoins auf solche, die durch Fiatwährungen oder hochwertige, liquide Vermögenswerte gedeckt sind.

Mit dieser Neudefinition sollen die Transparenz und Zuverlässigkeit von Stablecoins verbessert und sichergestellt werden, dass sie strenge Rücknahmebedingungen erfüllen, wenn es zu finanziellen Turbulenzen kommt. Gemäß den neuen Regeln gelten Token wie algorithmische Stablecoins nicht mehr als Stablecoins. Die DFSA hat ausdrücklich erklärt, dass algorithmische Stablecoins wie Ethena als Krypto-Token und nicht als Stablecoins eingestuft werden.

Dieser Schritt steht im Einklang mit anderen Regulierungsbehörden weltweit, die bei der Bewertung von Stablecoins Wert auf Vermögensqualität und Liquidität legen. Wallace hob zudem hervor, dass algorithmische Stablecoins weniger transparent sind und sich schwieriger einlösen lassen. Dies kann in volatilen Marktphasen Risiken bergen.

Branchenseitig getriebener Genehmigungsprozess verlagert Verantwortlichkeiten

In einer weiteren Kursänderung hat die DFSA die Veröffentlichung einer Liste zugelassener Token eingestellt. Die neuen Bestimmungen übertragen die Verantwortung für die Genehmigung von Vermögenswerten direkt den Unternehmen selbst. Lizenzierte Unternehmen müssen nun selbst prüfen und dokumentieren, ob die von ihnen angebotenen Krypto-Assets geeignet sind, und ihre Entscheidungen fortlaufend überprüfen.

Elizabeth Wallace betonte, dass diese Änderung eine Reaktion auf Rückmeldungen aus der Krypto-Branche sei. Mit zunehmender Marktreife sind die Unternehmen mit der Regulierung von Finanzdienstleistungen vertrauter geworden und treffen ihre Anlageentscheidungen nun bevorzugt eigenständig. Der neue Rahmen entspricht globalen regulatorischen Trends, denen zufolge die Verantwortung für die Auswahl von Vermögenswerten bei den Unternehmen und nicht bei den Regulierungsbehörden liegt.

Die aktualisierten Regeln der DFSA sind ein Schritt zur Angleichung Dubais an internationale Standards und legen den Fokus auf Compliance, Nachvollziehbarkeit und die Reduzierung finanzieller Risiken. Indem Dubai die Unternehmen dazu anhält, Verantwortung für ihre Notierungen von Token zu übernehmen, will das Land ein transparenteres und besser reguliertes Umfeld für Kryptowährungen schaffen.