Im Jahr 2023, unter der Biden-Administration, stellte die FinCEN bereits einen Entwurf vor, laut dem Convertible Virtual Currency (CVC) Mixing als „primäre Geldwäsche-Sorge“ eingestuft werden würde.
Unter „CVC-Mixing“ fallen laut der Behörde nicht nur klassische Mixer, die Zahlungsströme vermengen, sodass sich Ein- und Auszahlungen nicht mehr eindeutig einander zuordnen lassen, sondern unter anderem auch Praktiken wie Transaktions-Splitting und Single-Use-Wallets.
Die FinCEN stützt sich auf Section 311 des PATRIOT Act, der eine Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 war und die Grundlage der scharfen Überwachung bei Finanztransaktionen darstellt.
Praktiken zur Privatsphäre wurden im FinCEN-Vorschlag unter Generalverdacht gestellt. Die Regelung würde zusätzliche Aufzeichnungs- und Meldepflichten auslösen. Dies würde wohl im Mindesten dazu führen, dass regulierte US-Börsen und -Banken nicht mehr mit Nutzern interagieren, deren Coins beispielsweise durch einen Mixer gelaufen sind.
Trotz Trumps Pro-Krypto-Politik ist die sogenannte „Mixer Rule“ aber nicht vom Tisch. Aufhänger des Artikels von „The Rage“ ist, dass die Direktorin der FinCEN, Andrea Gacki, in einer Anhörung in dieser Woche zum Besten gab, dass weiter an den Regeln zu Mixern gearbeitet werde.
Derzeit befassen wir uns mit Mixern. Wir haben in der vorherigen Amtszeit einen Regelungsvorschlag zu Mixern vorgelegt und prüfen nun die nächsten Schritte in dieser Angelegenheit.
Andrea Gacki, FinCEN-Direktorin
Noch ist alles andere als sicher, dass die finalisierte Version der „Mixer Rule“ ein effektives Verbot für „Privacy Tools“ darstellen wird. Ein Anliegen von Gacki ist nämlich, bei der Regel zu berücksichtigen, dass die legitime Nutzung von Mixern ausgeklammert wird – wie auch immer das geschehen soll.
Wir müssen sicherstellen, dass wir jeden Ansatz hier so gestalten, dass er wirklich auf illegale Aktivitäten ausgerichtet ist und dass wir keine legitimen Transaktionen miteinbeziehen, bei denen versucht wird, diese Tools zu nutzen, um beispielsweise Transaktionen vor repressiven Regimen zu verstecken. Das ist eine heikle Angelegenheit. Wir müssen uns an den Leitlinien der Administration orientieren, und ich freue mich darauf, mit Ihnen darüber zu sprechen.
Andrea Gacki, FinCEN-Direktorin