Bei amerikanischen Bitcoin-ETFs zieht die Nachfrage der Anleger plötzlich deutlich an. Am 19. August flossen netto 517 Millionen Dollar in die Spot-Bitcoin-ETFs. Für die Fonds war es der stärkste Handelstag seit Anfang Mai.
Auch bei Ethereum ($ETH) kehrt das große Kapital zurück. Die amerikanischen Ethereum-ETFs verbuchten netto 189 Millionen Dollar und damit den höchsten Nettozufluss an einem Handelstag seit Oktober 2025.
Die starke Nachfrage fällt mit der breiten Erholung am Kryptomarkt zusammen. Bitcoin ($BTC) durchbrach die Marke von 69.000 Dollar, während der Ethereum-Kurs innerhalb von 24 Stunden um rund 18 Prozent zulegte.
Bitcoin-ETFs mit höchstem Zufluss seit Mai
Der Zufluss von 517 Millionen Dollar ist bemerkenswert. Nach Monaten, in denen die Nachfrage nach amerikanischen Bitcoin-ETFs vergleichsweise schwach ausfiel, scheinen Großanleger wieder entschlossener zurückzukehren.
Das fällt genau in die Phase, in der auch der Bitcoin-Kurs ausbricht. $BTC hatte lange unter einem wichtigen Widerstand festgehangen, stieg am Mittwoch aber schließlich über 69.000 Dollar. Der kräftige ETF-Zufluss zeigt, dass hinter der Bewegung auch erhebliche Nachfrage über amerikanische Börsenfonds stand.
Die Rally erhielt anschließend zusätzlichen Schub von Händlern, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Während des Kurssprungs wurden Daten zufolge bearish Kryptopositionen im Rekordvolumen von 2,7 Milliarden Dollar liquidiert.
Viele Short-Positionen mussten geschlossen werden, als die Kurse rasch anzogen. Das kann einen Schneeballeffekt auslösen: Positionen werden liquidiert, dadurch entsteht zusätzliche Kaufnachfrage, die den Kursanstieg weiter verstärkt.

Ethereum-ETFs ziehen so viel Kapital an wie seit Oktober nicht mehr
Bei Ethereum ist der Umschwung mindestens ebenso auffällig. Die Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten einen Nettozufluss von 189 Millionen Dollar. Einen derart starken Handelstag hatte es seit Oktober vergangenen Jahres nicht mehr gegeben.
Das fällt mit einer enormen Bewegung beim Ethereum-Kurs zusammen. $ETH legte innerhalb von 24 Stunden um rund 18 Prozent auf etwa 2.250 Dollar zu und entwickelte sich damit deutlich stärker als Bitcoin.
Auch Fonds auf XRP und Solana verzeichneten leichte Zuflüsse. Das Hyperliquid-Produkt bildete die Ausnahme: Dort flossen rund 2 Millionen Dollar ab.
Nun muss sich zeigen, ob Großanleger weiter kaufen
Für den Kryptomarkt wird vor allem entscheidend sein, was in den kommenden Tagen passiert. Ein Handelstag mit Zuflüssen von mehr als einer halben Milliarde Dollar ist ein starkes Signal, belegt aber noch nicht, dass institutionelle Anleger endgültig zurück sind.
Sollten die Bitcoin-ETFs in den kommenden Tagen erneut Hunderte Millionen Dollar anziehen, würde das darauf hindeuten, dass hinter dem Kursausbruch eine breitere und anhaltende Nachfrage steht.
Dreht der Kapitalstrom dagegen rasch wieder ins Minus, steigt das Risiko, dass sich die aktuelle Erholung als vorübergehend erweist. Für Bitcoin bleibt deshalb nicht nur der Kursbereich um 70.000 Dollar wichtig, sondern auch, wie viel frisches Kapital die ETFs in den kommenden Handelstagen einsammeln können.