J.P. Morgan hat die Anzahl der von seiner Kinexys-Blockchain-Zahlungsplattform unterstützten Währungen erweitert, ein Schritt, der es multinationalen Unternehmen erleichtern könnte, rund um die Uhr Geld zwischen Ländern zu transferieren.
Die Bank fügte den Australischen Dollar, den Hongkong-Dollar, den Japanischen Yen, den Chinesischen Renminbi und den Singapur-Dollar dem Blockchain-Deposit-Account-Netzwerk von Kinexys hinzu, einer Funktion, die es Kunden ermöglicht, tokenisierte Bankeinlagen über die Plattform zu transferieren. Die neuen Ergänzungen gesellen sich zum US-Dollar, Euro und Britischen Pfund, wodurch institutionelle Kunden Zugang zu acht Währungen für blockchainbasierte Abwicklung und Devisenhandel erhalten.
Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Banken nach Möglichkeiten suchen, ein langjähriges Problem der globalen Finanzwelt zu lösen: Geld schneller über Grenzen hinweg zu transferieren, ohne dass Transaktionen über mehrere Banken gehen müssen, die durch lokale Banköffnungszeiten eingeschränkt sind.
Kinexys wurde entwickelt, um einige dieser Verzögerungen zu beseitigen. Anstatt sich ausschließlich auf traditionelle Zahlungsnetzwerke zu verlassen, nutzt es ein von J.P. Morgan betriebenes, genehmigungsbasiertes Blockchain-Netzwerk, um Transfers zwischen teilnehmenden Kunden zu erfassen und abzuwickeln. Da die Plattform kontinuierlich läuft, können Unternehmen rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, Gelder bewegen, Währungen tauschen und Liquidität verwalten.
Die Plattform ist nicht um Kryptowährungen wie Bitcoin BTC$59.715,78 herum aufgebaut. Stattdessen halten Kunden Einlagen bei J.P. Morgan, die digital auf der Blockchain dargestellt werden, wodurch Überweisungen nahezu sofort innerhalb des Netzwerks abgewickelt werden können und gleichzeitig im regulierten Bankensystem verbleiben.
Payoneer, ein Finanztechnologieunternehmen, das Unternehmen bei internationalen Zahlungsabwicklungen unterstützt, ist einer der ersten Kunden, die die australische Dollar-Version des Dienstes nutzen. Das Unternehmen gab bekannt, dass es die Plattform einsetzen wird, um die Abwicklung grenzüberschreitender Zahlungen zu verbessern und Mittel zwischen Märkten effizienter zu transferieren.
JERA Global Markets, der Handelsarm des japanischen Energieunternehmens JERA, ist der erste Kunde, der das japanische Yen-Konto nutzt. Energiehändler müssen häufig große Beträge schnell bewegen, um Handelsverpflichtungen über Zeitzonen hinweg zu erfüllen, wodurch der rund um die Uhr verfügbare Zugang zu Bargeld einen operativen Vorteil darstellt.
Laut J.P. Morgan hat Kinexys seit seiner Gründung Transaktionen im Wert von über 4 Billionen US-Dollar abgewickelt, wobei das durchschnittliche tägliche Volumen 7 Milliarden US-Dollar übersteigt. Die jüngste Expansion stärkt seine Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum, wo der grenzüberschreitende Handel und der Devisenverkehr zu den weltweit geschäftigsten gehören.