Morgan Stanley erweitert seine Aktivitäten im Bereich digitale Vermögenswerte durch die Einführung von Kryptowährungshandel auf seiner E*Trade-Plattform und positioniert das Angebot als kostengünstigere Alternative zu etablierten Kryptowährungsdienstleistungen für den Einzelhandel.
Die Bank führt derzeit ein Pilotprojekt durch, bei dem den E*Trade-Nutzern eine Gebühr von 50 Basispunkten auf den Transaktionswert berechnet wird, laut Bloomberg. Das ist bemerkenswert kostengünstiger als bei anderen großen Anbietern, darunter Coinbase, Robinhood und Charles Schwab, die Gebühren von 60 bis 95 Basispunkten verlangen.
Jed Finn, Leiter des Wealth Managements bei Morgan Stanley, erklärte, dass die Initiative über günstigere Krypto-Handelsmöglichkeiten hinausgehe und darauf abzielt, „die Zwischenhändler der Zwischenhändler zu entmachten“. Er rahmt dies als einen umfassenderen strukturellen Wandel in der Art und Weise, wie Kunden auf digitale Vermögenswerte zugreifen.
Der Investmentbanking-Riese plant, den Service noch in diesem Jahr für alle 8,6 Millionen ETrade-Kunden einzuführen.
Das neueste Angebot baut auf einer Reihe von kryptobezogenen Maßnahmen der vergangenen Monate auf, darunter die Einführung eines Bitcoin-Exchange-Traded-Funds, mit geplanten Produkten, die an Ether und Solana gekoppelt sind. Morgan Stanley hat auch die Bemühungen im Bereich der Infrastruktur vorangetrieben und einen Antrag auf eine nationale Trustbank-Lizenz gestellt, die es dem Unternehmen ermöglichen würde, digitale Vermögenswerte direkt zu verwahren.