Das Schweizer Crypto Valley baut seine Führungsposition im europäischen Blockchain-Sektor erheblich aus. Laut dem aktuellen 11. CV VC Top 50 Report flossen im Jahr 2025 beeindruckende 47 Prozent aller europäischen Risikokapitalinvestitionen in dieses Ökosystem. Mit 1.766 aktiven Unternehmen erreicht der Standort zudem einen neuen Höchststand, wobei die Bewertung der 50 führenden Firmen auf 467 Milliarden US-Dollar taxiert wird.
Insgesamt sammelten Unternehmen im Crypto Valley 728 Millionen US-Dollar ein, was einem Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bemerkenswert ist dabei die Verschiebung hin zu mehr Substanz, denn während die Anzahl der Finanzierungsrunden sank, stiegen die Volumina pro Deal deutlich an.
Den größten Einzeldeal sicherte sich TON mit 400 Millionen US-Dollar, gefolgt von der Sygnum Bank mit 58 Millionen US-Dollar und M^0 mit 40 Millionen US-Dollar. Kapital wird zunehmend selektiver eingesetzt und konzentriert sich auf Firmen mit skalierbaren Geschäftsmodellen und klarer Positionierung.
Infrastruktur als neuer Blockchain-Fokus
Inhaltlich wandelt sich das Ökosystem weg von reinen Finanzanwendungen hin zu einer breiten technologischen Basis. Infrastrukturlösungen machen mittlerweile 19 Prozent aus, gefolgt von Finanzdienstleistungen mit 18 Prozent sowie Beratungs- und Technologiediensten mit 17 Prozent. Blockchain etabliert sich damit als fundamentale Vertrauensschicht für die digitale Wirtschaft, die weit über den Krypto-Sektor hinausreicht. Besonders die Schnittmenge mit Künstlicher Intelligenz wird immer wichtiger.
Ein zentraler Anker für die Zukunftsfähigkeit ist die akademische Verankerung. Der Kanton Zug investiert über die “Blockchain Zug – Joint Research Initiative” 39,35 Millionen CHF in die Forschung. Die Kooperation zwischen der Hochschule Luzern und dem Zug Institute for Blockchain Research soll sicherstellen, dass das Crypto Valley durch interdisziplinäre Zusammenarbeit seinen technologischen Vorsprung gegenüber der globalen Konkurrenz behauptet.