Wenn Fehlschläge plötzlich protokolliert werden
Das Problem liegt im Zusammenspiel mit EIP-8038 und betrifft Verträge, die bereits auf dem Mainnet laufen. Manche Smart Contracts fangen fehlgeschlagene Vorgänge ab und arbeiten danach weiter. Entwickler verlassen sich dabei teils darauf, dass das verbleibende Gas für diese Nachbearbeitung nicht ausreicht, sodass die gesamte Transaktion zurückgerollt wird. Unter den neuen Regeln bliebe davon genug übrig, um den Fehler dauerhaft festzuschreiben.
Das Risiko besteht in beide Richtungen. Nach der Rechnung von ChainSecurity könnte das Anlegen eines neuen Speicherplatzes unter bestimmten Bedingungen 110.020 Gas kosten statt bislang 22.100. Verträge mit fest hinterlegtem Gasbudget würden dann an einem Vorgang scheitern, der eigentlich gültig ist. Belegt hat die Firma bislang allerdings nur die Mechanik, nicht die Angreifbarkeit eines konkreten Protokolls.
Für Glamsterdam ist es die nächste Verzögerung in einer längeren Reihe. Den Test auf dem Netzwerk Sepolia hatte das Upgrade am 6. Oktober abgeschlossen, Hoodi sollte die letzte öffentliche Generalprobe werden. Mit abgesagt wurde auch die geplante Anhebung des Gaslimits auf 200 Millionen. Ein Termin für das Mainnet steht weiterhin aus.