de
Zurück zur Liste

Ethereum peilt 3.000 Dollar an – Kapazitätstest und neue Hebel-ETFs im Fokus

source-logo  coinkurier.de 11 S
image

Ethereum rückt der Marke von 3.000 US-Dollar näher, während eine geringere Markttiefe die Rallye anfälliger für heftige Ausschläge macht. Zugleich sorgen dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETFs sowie ein umfangreicher Kapazitätstest auf dem Sepolia-Testnetz für neue Impulse. Der Pressespiegel zeigt, welche Chancen und Risiken jetzt im Fokus stehen.

Ethereum im Fokus: Kursziel von 3.000 US-Dollar, Kapazitätstest und neue Hebelprodukte

Ethereum arbeitet sich in Richtung 3.000 US-Dollar vor

Ethereum hat nach einem starken dritten Quartal weiter zugelegt. Laut Wallstreet Online notierte die Kryptowährung am Montagnachmittag 0,43 Prozent höher bei 2.711 US-Dollar und lag auf Wochensicht zwei Prozent im Plus. Damit fehlten vom damaligen Kurs aus knapp elf Prozent bis zur Marke von 3.000 US-Dollar.

Auch FinanzNachrichten.de berichtete von einem aktuellen Ethereum-Kurs von 2.711 US-Dollar und verwies darauf, dass für das Erreichen von 3.000 US-Dollar ein Zuwachs von knapp elf Prozent erforderlich wäre. Bitcoin notierte parallel bei etwa 85.935 US-Dollar.

app-logo

Bleibe über deine Coins
immer im Bild

Alerts, Live-Kurse und Marktnachrichten – alles in einer App
4,8 aus 40K Bewertungen im App Store und bei Google Play

Wallstreet Online stellte die Entwicklung von Ethereum derjenigen von Bitcoin gegenüber. Im dritten Quartal legte Ethereum um 70 Prozent zu, während Bitcoin im gleichen Zeitraum 42 Prozent gewann. Im August stieg Ethereum dem Bericht zufolge um 32,6 Prozent, im September folgte ein weiteres Plus von 8,8 Prozent.

Als wichtige charttechnische Zone nennt Wallstreet Online den Bereich zwischen 2.775 und 2.800 US-Dollar. Ethereum hatte sich in der zweiten Septemberhälfte bereits von 2.398 auf zeitweise 2.775 US-Dollar vorgearbeitet, konnte sich oberhalb der Widerstandszone aber bislang nicht dauerhaft festsetzen.

Ein nachhaltiger Ausbruch über 2.800 US-Dollar und eine anschließende Etablierung dieser Marke als Unterstützung könnten laut dem Bericht den Weg zur 3.000-Dollar-Marke im Oktober ebnen. Der Relative-Stärke-Index liegt auf Monatsbasis bei 51,53 und damit über seinem gleitenden Durchschnitt von 48,46.

Unterstützung erhält das positive Szenario außerdem von der Citigroup. Die US-Bank hob ihr Zwölfmonatsziel für Ethereum von 2.240 auf 3.028 US-Dollar an. Als Gründe werden eine stärkere Handelsaktivität, ein freundlicheres makroökonomisches Umfeld und eine erwartete Erholung der Zuflüsse in Krypto-Anlageprodukte genannt. Für die kommenden zwölf Monate rechnet Citi mit Zuflüssen von fünf Milliarden US-Dollar.

Angabe Wert
Ethereum-Kurs 2.711 US-Dollar
Bitcoin-Kurs 85.935 US-Dollar
Ethereum-Entwicklung im dritten Quartal 70 Prozent
Bitcoin-Entwicklung im dritten Quartal 42 Prozent
Ethereum-Anstieg im August 32,6 Prozent
Ethereum-Anstieg im September 8,8 Prozent
Widerstandszone 2.775 bis 2.800 US-Dollar
Zwölfmonatsziel der Citigroup 3.028 US-Dollar

Infobox – Quelle: Wallstreet Online und FinanzNachrichten.de: Ethereum notiert bei 2.711 US-Dollar und benötigt laut den Berichten knapp elf Prozent bis 3.000 US-Dollar. Als zentrale Hürde gilt der Bereich zwischen 2.775 und 2.800 US-Dollar, während Citi ein Zwölfmonatsziel von 3.028 US-Dollar nennt.

Geringere Markttiefe erhöht laut Bericht die Schwankungsrisiken

Trotz der starken Kursentwicklung weist Wallstreet Online auf eine Schwachstelle der Rallye hin. Nach Angaben von CoinGecko lag die mittlere tägliche Markttiefe von Ethereum zwischen Anfang Juli und Ende September lediglich bei 35 bis 45 Prozent des Bitcoin-Niveaus. Im Vorjahreszeitraum waren es noch über 60 Prozent.

Eine geringere Markttiefe bedeutet dem Bericht zufolge, dass größere Kauf- oder Verkaufsorders den Kurs stärker bewegen können. Für Anleger steigt dadurch die Gefahr kräftiger Ausschläge in beide Richtungen.

  • Ethereum gewann im dritten Quartal 70 Prozent.
  • Die mittlere tägliche Markttiefe lag zwischen Anfang Juli und Ende September bei 35 bis 45 Prozent des Bitcoin-Niveaus.
  • Im Vorjahreszeitraum hatte die Markttiefe noch über 60 Prozent des Bitcoin-Niveaus betragen.
  • Größere Orders können bei geringerer Markttiefe stärkere Kursbewegungen auslösen.

Infobox – Quelle: Wallstreet Online: Die Kursgewinne von Ethereum wurden von einer im Vergleich zu Bitcoin geringeren Markttiefe begleitet. Dadurch können größere Orders stärkere Ausschläge verursachen.

Ethereum Classic: Investment von vor fünf Jahren deutlich im Minus

Finanzen.net hat die Entwicklung eines hypothetischen Ethereum-Classic-Investments über fünf Jahre betrachtet. Vor fünf Jahren war ein Ethereum Classic 52,55 USD wert. Bei einer Investition von 100 USD hätten Anleger nun 1,903 $ETC im Depot.

Die Anlage hätte laut finanzen.net einen Wert von 17,15 USD, da Ethereum Classic am 04.10.2026 9,012 USD wert war. Damit wäre das Investment um 82,85 Prozent gesunken.

Der Bericht nennt außerdem die jüngsten Spannen der Kryptowährung. Das aktuelle 52-Wochen-Tief wurde bei 6,076 USD am 18.08.2026 erreicht. Das 52-Wochen-Hoch liegt derzeit bei 20,00 USD und wurde am 06.10.2025 erreicht.

Angabe Wert
Ethereum-Classic-Wert vor fünf Jahren 52,55 USD
Ursprüngliche Investition 100 USD
Depotbestand 1,903 $ETC
Aktueller Wert der Anlage 17,15 USD
Ethereum-Classic-Wert am 04.10.2026 9,012 USD
Veränderung des Investments 82,85 Prozent gesunken
52-Wochen-Tief 6,076 USD am 18.08.2026
52-Wochen-Hoch 20,00 USD am 06.10.2025

Infobox – Quelle: finanzen.net: Aus einer Investition von 100 USD vor fünf Jahren wären bei 1,903 $ETC laut der Berechnung noch 17,15 USD geworden. Das entspricht einem Rückgang von 82,85 Prozent.

SEC genehmigt dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETFs

Die US-Börsenaufsicht SEC hat laut $BTC-ECHO am 2. Oktober eine Regeländerung der Börse Cboe BZX genehmigt. Dadurch darf die Börse sechs Produkte von Volatility Shares listen, die jeweils die dreifache Tagesentwicklung eines Basiswerts abbilden sollen.

Zu den Produkten gehören ein 3x-Bitcoin-ETF und ein 3x-Ether-ETF. Weitere Produkte beziehen sich auf Gold, Silber, Rohöl und Erdgas. Für den US-Markt ist dies laut $BTC-ECHO eine Premiere, da die Obergrenze bei Krypto-Hebelprodukten bisher beim Faktor zwei lag.

Die neuen Produkte halten keine Coins. Stattdessen bilden sie die Entwicklung über Terminkontrakte an der Börse CME ab. Handelbar sind die ETFs jedoch noch nicht, weil die Genehmigung zunächst nur die Börsenregel betrifft und die SEC zusätzlich die Registrierung für wirksam erklären muss.

$BTC-ECHO erklärt, dass sich der dreifache Hebel ausschließlich auf einen einzelnen Handelstag bezieht. Über längere Zeiträume kann die Wertentwicklung deshalb deutlich abweichen und sich sogar ins Gegenteil verkehren.

Gehebelte ETFs seien zum Handeln da, nicht zum Investieren.

Als Beispiel nennt $BTC-ECHO eine tägliche Bewegung von zehn Prozent nach oben und anschließend zehn Prozent nach unten. Bitcoin würde in diesem Fall am Ende bei einem Minus von einem Prozent stehen. Das gehebelte Produkt würde zunächst 30 Prozent gewinnen und anschließend 30 Prozent verlieren, wodurch es bei minus neun Prozent landen würde.

Zusätzlich können Kosten für Terminkontrakte die Wertentwicklung belasten. Volatility Shares weist laut Verkaufsprospekt selbst auf das Risiko hin und stuft das Produkt als spekulativ ein. Es komme nur für Personen infrage, die einen Totalverlust verkraften könnten.

  • Die SEC genehmigte die Regeländerung am 2. Oktober.
  • Die Produkte sollen die dreifache Tagesentwicklung eines Basiswerts abbilden.
  • Die bisherige Obergrenze bei Krypto-Hebelprodukten lag beim Faktor zwei.
  • Die Produkte bilden die Entwicklung über Terminkontrakte an der Börse CME ab.
  • Die ETFs sind noch nicht handelbar.
  • Ein Totalverlust wird als mögliches Risiko genannt.

Infobox – Quelle: $BTC-ECHO: Die SEC hat den Weg für dreifach gehebelte Bitcoin- und Ether-ETFs freigemacht, der Handel ist aber noch nicht möglich. Die Produkte beziehen sich auf die Tagesentwicklung und werden als spekulativ eingestuft.

Ethereum testet auf Sepolia deutlich größere Blöcke

CoinDesk berichtet über eine kurzfristige Aktualisierung des Prysm-Clients vor einem Sepolia-Test des Glamsterdam-Upgrades. Dabei soll die Menge an Arbeit, die jeder Block aufnehmen kann, auf 200 Millionen Gas erhöht werden.

Ohne das Update oder eine manuelle Konfigurationsänderung hätten einige Validatoren weiterhin Blöcke mit dem bisherigen Gas-Limit von Sepolia von 60 Millionen erzeugt. Das hätte den Kapazitätstest beeinträchtigt.

Glamsterdam soll zunächst auf Sepolia, einem Ethereum-Testnetzwerk, aktiviert werden. Ein höheres Gas-Limit schafft Raum für mehr Transaktionen und komplexere Aktivitäten in einem Block, stellt aber zugleich höhere Anforderungen an die Rechner, die Ethereum betreiben.

Prysm veröffentlichte am späten Montag die Version 7.2.1 mit der integrierten Einstellung von 200 Millionen. Die vorherige Version war abgeschlossen worden, bevor diese Einstellung in die Sepolia-Konfiguration aufgenommen wurde. Validatoren mit der älteren Version wären daher bei 60 Millionen geblieben, sofern die Betreiber die Zahl nicht manuell geändert hätten.

Validatoren der neuesten Version sollen automatisch 200-Millionen-Gas-Blöcke vorschlagen, sobald Glamsterdam am 6. Oktober um 13:53:36 UTC auf Sepolia aktiviert wird. Der Test soll zeigen, ob Validatoren zuverlässig Blöcke verarbeiten können, die mehr als dreimal so groß sind wie die bisherige Sepolia-Standardgröße.

Die Grenze von 200 Millionen gilt ausschließlich für Sepolia. Glamsterdam ist laut CoinDesk im Ethereum-Hauptnetzwerk noch nicht aktiviert. Erst nach dem Test wollen die Entwickler entscheiden, welche Kapazität für Ethereum selbst geeignet ist.

Angabe Wert
Bisheriges Sepolia-Gas-Limit 60 Millionen
Test-Gas-Limit 200 Millionen
Prysm-Version 7.2.1
Aktivierung auf Sepolia 6. Oktober um 13:53:36 UTC

CoinDesk zufolge kann eine höhere Blockkapazität letztlich mehr Raum für Trades, Stablecoin-Transfers und andere Anwendungen schaffen, bevor Nutzer um Blockplatz konkurrieren und die Gebühren steigen. Gleichzeitig wird geprüft, ob der Betrieb eines Validators durch größere Blöcke zu anspruchsvoll oder teuer wird.

Infobox – Quelle: CoinDesk: Der Sepolia-Test soll das Gas-Limit von 60 Millionen auf 200 Millionen erhöhen. Die aktualisierte Prysm-Version 7.2.1 sorgt dafür, dass Validatoren automatisch die vorgesehenen 200-Millionen-Gas-Blöcke erzeugen.

Einschätzung der Redaktion

Die Entwicklung ist grundsätzlich konstruktiv, bleibt aber von hoher Unsicherheit geprägt. Ein Ausbruch von Ethereum über die Widerstandszone könnte das kurzfristige Vertrauen stärken; die geringere Markttiefe erhöht zugleich das Risiko abrupter Gegenbewegungen.

Der Sepolia-Kapazitätstest ist technologisch besonders relevant, weil er zeigen soll, ob größere Blöcke die Skalierbarkeit verbessern können, ohne die Anforderungen an Validatoren unverhältnismäßig zu erhöhen. Dagegen verschärfen dreifach gehebelte ETFs vor allem das Verlustrisiko und dürften kurzfristige Spekulation fördern, nicht die langfristige Stabilität des Marktes.

Zusammenfassung: Technische Fortschritte stützen die langfristige Perspektive, während geringe Liquidität und stärkere Hebelprodukte die kurzfristigen Risiken deutlich erhöhen.

Quellen:

  • Ethereum Classic: So viel Verlust hätte ein Investment von vor 5 Jahren bedeutet
  • Knackt Ethereum im Oktober die 3.000 US-Dollar?
  • Erstmals dreifacher Hebel-ETF auf Bitcoin und Ether in den USA
  • BitMine-Aktien übertreffen Ethereum im Jahr 2026, Tom Lee nennt einen entscheidenden Schritt
  • Ethereums Glamsterdam-Test erhält letzte Korrektur vor bedeutendem Kapazitätssprung
  • In Reichweite: Knackt Ethereum im Oktober die 3.000 US-Dollar?
coinkurier.de