Programmierbare Wallets ersetzen starre Standards
Ethereum-Entwickler Vitalik Buterin hat mit EIP-8141 einen Vorschlag vorgelegt, der Ethereum programmierbare Wallets direkt ins Protokoll einbaut. Die Ethereum Foundation bestätigte im April 2026, dass der Vorschlag den Status „Considered for Inclusion“ für den geplanten Hegotá-Fork erreicht hat. Bislang laufen vergleichbare Funktionen über den Zusatzstandard ERC-4337, der eine eigene Bündelungs-Infrastruktur voraussetzt und zusätzliche Vertragskonten benötigt.
EIP-8141 führt sogenannte Frame-Transaktionen ein, die Prüfung, Gasbezahlung und Ausführung in einzelne, programmierbare Bausteine trennen. Jede Wallet kann damit ohne Umweg über zusätzliche Verträge als Smart Account agieren, etwa mit Mehrfachsignaturen oder rotierbaren Schlüsseln. Laut Ethereum-Roadmap ist der Hegotá-Fork für 2027 angesetzt, ein endgültiger Konsens der Client-Entwickler zu den Details steht noch aus. Unter den derzeit diskutierten Vorschlägen gilt EIP-8141 als einer der am weitesten ausgearbeiteten für native Kontofunktionen.
Batch-Transaktionen reduzieren Ethereum-Kosten
Ein zentrales Element von EIP-8141 ist die atomare Bündelung mehrerer Aktionen in einer einzigen Transaktion. Wer heute einen Token freigibt, tauscht und in ein Protokoll einzahlt, benötigt dafür meist drei getrennte Transaktionen oder einen zusätzlichen Multicall-Vertrag, jede davon mit eigener Gasgebühr.
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