Ethereum setzte seinen starken Anstieg am Freitag fort, da institutionelle Zuflüsse, wieder anziehende Derivateaktivitäten und Akkumulation durch Wale die Kurse nach einer historischen Welle von Short‑Liquidationen stützten.
$ETH ist seit Mittwoch um etwa 25 % gestiegen, hat mehrere wichtige technische Indikatoren überschritten und rückt das Widerstandsniveau bei $2.431 in den Fokus.
Der Anstieg von Ethereum fällt zusammen mit einem Zugewinn von Bitcoin: Bitcoin legte in den letzten Tagen um 21 % zu und erreichte die psychologische Marke von $75.000.
Erhöhte Funding‑Rates, Gewinnmitnahmen und neue Short‑Positionen deuten jedoch darauf hin, dass die Rallye auf Volatilität stoßen könnte, da Händler die Möglichkeit eines Rücksetzers abwägen.
Historische Short‑Liquidation von $3 Milliarden befeuert Ethereum‑Rally
Der Kryptomarkt verzeichnete am Mittwoch rund $3 Milliarden an Short‑Liquidationen, womit es sich um das größte jemals aufgezeichnete Liquidationsereignis handelte.
Ethereum machte etwa 40 % des Gesamtvolumens aus, was ungefähr $1,2 Milliarden an erzwungenen Schließungen von Short‑Positionen entspricht.
Die Liquidationswelle beschleunigte ETHs Aufwärtsbewegung, da bärische Händler gezwungen wurden, Positionen zu schließen.
Open Interest ist am Freitag um 5 % auf $31,67 Milliarden gestiegen, da Händler allmählich in den Markt zurückkehren.
Die Funding‑Rates von Ethereum stiegen laut CoinGlass auf 0,081 %, den höchsten Stand seit Ende Mai.
Positive Funding‑Rates deuten in der Regel darauf hin, dass Händler mit Long‑Positionen diejenigen mit Short‑Positionen bezahlen, was eine stärkere Nachfrage nach bullishen Engagements widerspiegelt.
Der Anstieg deutet darauf hin, dass Marktteilnehmer sich nach dem Ausbruch von Ethereum auf weitere Gewinne positionieren.
Gleichzeitig können erhöhte Funding‑Rates aber auch auf zunehmend überfüllte Long‑Trades hinweisen und das Risiko einer schnellen Kehrtwende erhöhen, falls die Preise drehen.
Institutionelle Investoren unterstützten den Ethereum‑Vorlauf zudem durch eine wieder aufgelebte Nachfrage nach Spot‑ETFs.
US‑Spot‑Ethereum‑ETFs verzeichneten am Donnerstag Nettomittelzuflüsse in Höhe von $219,50 Millionen, so CoinGlass.
Die Summe stellte den größten Tageszufluss seit Oktober dar und deutet darauf hin, dass institutionelle Käufer an der jüngsten Erholung teilnehmen.
Anhaltende ETF‑Zuflüsse könnten das Argument für weitere Kursgewinne stärken, insbesondere wenn die Derivateaktivität konstruktiv bleibt und Abhebungen von Börsen anhalten.
Ethereum trifft bei $2.431 auf Widerstand
Der technische Ausblick für Ethereum bleibt nach dem Überschreiten seiner wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitte bullisch.
Die 200‑Tage‑EMA liegt bei $2.177, die 50‑, 100‑ und 20‑Tage‑EMAs bei $1.961, $1.932 bzw. $1.902.
Ein Halten oberhalb dieser Niveaus signalisiert, dass $ETH nach dem jüngsten Anstieg wichtige Trendindikatoren zurückgewonnen hat.
Das nächste größere Widerstandsniveau liegt nahe $2.431. Ein nachhaltiger Ausbruch darüber könnte den Weg für weitere Gewinne öffnen.
Momentum‑Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass sich Ethereum möglichen überhitzten Bedingungen nähert.
Der 14‑Tage‑Relative‑Strength‑Index (RSI) ist auf 85 gestiegen, während der stochastische Oszillator bei rund 92 liegt.

Beide Werte deuten auf einen überkauften Markt hin und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Konsolidierung oder einer kurzfristigen Korrektur.
Sollte $ETH zurücklaufen, liegen die ersten Unterstützungen nahe der 200‑Tage‑EMA bei $2.177 und dem nahegelegenen Horizontalniveau bei $2.172.
Weitere Unterstützungen finden sich um $1.961, gefolgt von der 100‑Tage‑EMA bei $1.932 und der 20‑Tage‑EMA bei $1.902. Bedeutendere Abwärtsziele liegen bei $1.809, $1.701 und $1.507.
invezz.com