Neueste Entwicklungen: Trent Van Epps erklärt, dass Ethereums langfristige Dezentralisierungsstrategie in eine entscheidende Übergangsphase eintritt.
- Van Epps erklärte, dass er die Ethereum Foundation verlassen habe, nachdem klar wurde, dass die Organisation ihre „Subtraktions“-Philosophie, die Autorität und Legitimität in das breitere Ökosystem zu verlagern, weiter beschleunigen würde.
- Er beschrieb die Ethereum Foundation als eine Organisation, die bewusst ihre zentrale Rolle verringert, anstatt Macht zu konsolidieren, und argumentierte, dass schließlich mehrere unabhängige Institutionen das Ökosystem koordinieren sollten.
- Die Kommentare erfolgen nach den jüngsten Führungswechseln und Personalabbau bei der Ethereum Foundation, die Fragen zur zukünftigen Governance von Ethereum aufgeworfen haben.
- Van Epps trat gemeinsam mit Jennifer Sanasie von CoinDesk in der Markets Outlook auf.
Was dies bedeutet: Van Epps argumentiert, dass Ethereum vor einer praktischen Finanzierungsherausforderung steht und nicht vor einer existenziellen Krise.
- Er schätzte, dass die Kernprotokollentwicklung jährlich etwa 30 Millionen US-Dollar erfordert, selbst wenn das Vermögen der Ethereum Foundation im Laufe der Zeit allmählich zurückgeht.
- Laut Van Epps liegt das Problem nicht in der Verringerung der technischen Anforderungen, sondern darin, neue Organisationen zu identifizieren, die bereit sind, öffentliche Güter zu finanzieren, die das Netzwerk zuverlässig und sicher halten.
- Er sagte, seine Protocol Guild-Initiative habe in etwa vier Jahren fast 40 Millionen US-Dollar an Ethereum-Kernentwickler verteilt, sei jedoch allein nicht ausreichend, um die umfassende Finanzierung des Ökosystems zu ersetzen.
Zwischen den Zeilen lesen: Van Epps bleibt trotz der Finanzierungsbedenken optimistisch gegenüber Ethereum.
- Er argumentierte, dass Ethereum weiterhin in den Bereichen dezentralisierte Finanzen, Stablecoin-Abwicklung und EVM-Adoption führend ist, und betonte, dass diese Netzwerkeffekte für Wettbewerber schwer zu übertreffen bleiben.
- Während er kurzfristige Koordinationsherausforderungen anerkennt, äußerte er Optimismus, dass neue Institutionen und wichtige Akteure entstehen werden, um die gemeinsame Infrastruktur von Ethereum mitzufinanzieren.
- Er wies auch auf das Problem der „Trittbrettfahrer“ hin, bei dem Unternehmen von gemeinsam genutzter Infrastruktur profitieren, ohne zu deren Instandhaltung beizutragen, und betrachtete dies als ein zentrales Hindernis bei der Überwindung der Finanzierungslücke.
Was als Nächstes kommt: Van Epps ist der Ansicht, dass die Governance von Ethereum in den nächsten zehn Jahren dezentraler wird.
- Er erwartet, dass die Ethereum Foundation weiterhin eine engere Rolle neben neueren Organisationen einnimmt, die sich auf Forschung, Kommerzialisierung und das Wachstum des Ökosystems konzentrieren.
- Er argumentierte, dass Ethereum auch eine stärkere Befürwortung von ETH als Vermögenswert sowie eine klarere Erzählung benötigt, die den Token mit der sich erweiternden On-Chain-Ökonomie des Netzwerks verbindet.
- Langfristig, so Van Epps, sollte Erfolg an einer breiten Akzeptanz gemessen werden, wobei letztendlich Milliarden von Nutzern auf Ethereum und dessen Layer-2-Ökosystem zugreifen.