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Die Ethereum Foundation bereitet sich mit neuer Kryptografie-Roadmap auf die Quantenbedrohung vor

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Ethereum wartet nicht darauf, dass Quantencomputer zu einem Problem werden, bevor es herausfindet, wie man sie überlebt.

Die Ethereum Foundation hat am Mittwoch pq.ethereum.org gestartet, eine speziell für die post-quantensichere Initiative des Protokolls eingerichtete Ressourcenseite. Die Webseite bündelt eine Roadmap, Open-Source-Repositories, Spezifikationen, Forschungsarbeiten, EIPs sowie ein 14-Fragen-FAQ, das vom Post-Quantum-Team der EF verfasst wurde.

Mehr als 10 Kundenteams entwickeln und liefern bereits wöchentlich Devnets über das, was die Stiftung als PQ Interop bezeichnet, teilte die Stiftung am frühen Mittwoch in einem X-Beitrag mit.

Today, several teams at the EF are launching https://t.co/L9ZOUoRNNB, a dedicated resource for Ethereum's post-quantum security effort.

What started with early STARK-based signature aggregation research in 2018 has grown into a coordinated, multi-team effort, all open source.…

— Ethereum Foundation (@ethereumfndn) March 24, 2026

Die technische Herausforderung ist erheblich. Weit verbreitet wird angenommen, dass Quantencomputer letztendlich die Public-Key-Kryptographie, welche Eigentum, Authentifizierung und Konsens auf Ethereum sichert, brechen werden.

Die Position der EF ist, dass ein kryptographisch relevanter Quantencomputer nicht unmittelbar bevorsteht, jedoch erfordert die Migration eines dezentralen globalen Protokolls Jahre der Koordination, des Engineerings und der formalen Verifikation.

Die Migration betrifft jede Schicht des Protokolls.

Auf der Ausführungsschicht würde die postquantensichere Signaturverifikation durch eine Vektor-Mathematik-Vorkompilierung es den Nutzern ermöglichen, mittels Account-Abstraktion nahtlos auf quantensichere Authentifizierung umzusteigen, ohne dass ein disruptiver „Flag Day“ erforderlich ist, an dem alle gleichzeitig umstellen müssen.

Auf der Konsens-Ebene wird das aktuelle BLS-Validator-Signaturschema durch hash-basierte Signaturen namens leanXMSS ersetzt, wobei eine minimale zk-basierte virtuelle Maschine die Aggregation übernimmt, um die Skalierbarkeit wiederherzustellen, da post-quanten Signaturen größer sind.

Auf der Datenebene erstreckt sich die postquantum-Kryptographie auf die Blob-Verarbeitung für die Datenverfügbarkeit.

Dies verbindet sich direkt mit dem strawmap Stück aus Anfang dieses Monats, in dem Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin das Dokument als „sehr wichtig“ bezeichnete und die Verbesserungen der Finalität erläuterte. Der Vorstoß in Richtung Post-Quantum fiel damals besonders auf, da er Quantenbedrohungen als ein konkretes technisches Problem mit spezifischen Fork-Zielen behandelte und nicht als hypothetisch.

Während das Quantencomputing eine Bedrohungskategorie darstellt, die die kryptografischen Grundlagen und nicht die physische Infrastruktur angreift, werden die Protokolle, die sich am frühesten darauf vorbereiten, am widerstandsfähigsten sein, wenn ein solches System letztlich Wirklichkeit wird.

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