Ethereum hat zum ersten Mal nach vier Wochen in Folge mit ETF-Abflüssen wieder Zuflüsse verzeichnet. In der Woche, die am 18. Februar endete, gab es erstmals wieder Zuflüsse, was auf eine mögliche Rückkehr der institutionellen Nachfrage hinweist. Gleichzeitig kaufen große Anleger wieder Ethereum. Dennoch verkaufen langfristige Inhaber weiterhin bei jedem Anstieg des Ethereum-Kurses.
Dadurch entsteht ein klarer Gegensatz, der darüber entscheiden könnte, ob sich die Kurserholung von Ethereum fortsetzt oder stagniert.
ETF-Abflüsse stoppen – Wale starten große Kaufwelle
Ethereum hat vier Wochen lang einen konstanten Verkaufsdruck von institutionellen Anlegern erlebt. In den Wochen, die am 23. Januar, 30. Januar, 6. Februar und 13. Februar endeten, gab es bei den Ethereum-Spot-ETFs Nettoabflüsse. Dieses anhaltende Verkaufen deutete auf schwaches Vertrauen der Institutionen hin und fiel mit dem allgemeinen Kursrückgang von Ethereum zusammen.
Diese Entwicklung hat sich nun geändert. In der Woche bis zum 18. Februar gab es einen Nettozufluss von 6,80 Mio. USD. Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck institutioneller Anleger zumindest vorübergehend nachgelassen hat. Wenn ETF-Flüsse nach längeren Abflüssen wieder positiv werden, ist das oft ein frühes Zeichen für Stabilisierung. Die Zuflüsse sind jedoch noch schwach und erreichen noch nicht die Stärke der vorherigen Abflüsse.
Außerdem beginnen große Anleger wieder mit dem Kauf. Daten zeigen, dass Wallets mit großen Mengen Ethereum ihren Bestand von 113,50 Mio. $ETH am 15. Februar auf aktuell 113,63 Mio. $ETH erhöht haben. Das bedeutet einen Zuwachs von 130.000 $ETH. Beim aktuellen Kurs entspricht das etwa 253 Mio. USD, die innerhalb weniger Tage angesammelt wurden.
Wenn große Anleger in schwachen Phasen zukaufen, ist das wichtig, da diese oft frühzeitig ihre Positionen für mögliche Erholungen aufbauen. Dennoch stoßen diese Hoffnungen auf Widerstand einer anderen Gruppe von Investoren.
Ethereum-Kurs zeigt bullische Divergenz, doch Langzeit-Halter verkaufen weiter
Im 8-Stunden-Chart von Ethereum gibt es ein wichtiges Momentum-Signal, das schon öfter Kursanstiege angedeutet hat.
Zwischen dem 2. und dem 18. Februar hat der Ethereum-Kurs ein tieferes Tief gebildet. Das heißt, der Kurs ist unter die vorherige Unterstützung gefallen. Im gleichen Zeitraum hat der Relative Strength Index (RSI) jedoch ein höheres Tief gezeigt. Der RSI misst die Kraft von Käufen und Verkäufen, und dieses Muster nennt man bullische Divergenz.
Dieses Signal hat sich in diesem Monat schon zweimal als zuverlässig gezeigt. Die erste bullische Divergenz entstand zwischen dem 2. und dem 11. Februar. Daraufhin ist der Ethereum-Kurs um 11 Prozent gestiegen. Die zweite Divergenz gab es zwischen dem 2. und 15. Februar, was zu einer weiteren Erholung von 6 Prozent geführt hat.
Beide $ETH-Anstiege ereigneten sich, obwohl zu dieser Zeit noch ETF-Abflüsse stattfanden. Das zeigt, dass Käufer schon versucht haben, die Kontrolle zurückzugewinnen. Jetzt gibt es wieder ETF-Zuflüsse und große Anleger kaufen Ethereum. Daher ist es wahrscheinlicher, dass noch ein weiterer Kursanstieg folgt.
Allerdings handeln langfristige Inhaber gerade entgegengesetzt. Der „Hodler Net Position Change“ zeigt, ob langfristige Inhaber kaufen oder verkaufen. Ist der Wert negativ, geben langfristige Inhaber ihre Bestände ab.
Am 17. Februar haben langfristige Inhaber 34.841 $ETH in einem Zeitraum von dreißig Tagen verkauft. Am 18. Februar stieg diese Zahl auf 38.877 $ETH. Das zeigt, dass sich der Verkaufsdruck an nur einem Tag deutlich verstärkt hat, obwohl es bullische Divergenz-Signale gab.
Das zeigt: Langfristige Inhaber nutzen Kursgewinne, um ihre Positionen zu verlassen. Dasselbe Verhalten war auch bei den Anstiegen im Februar zu sehen. Beide vorherigen Kursanstiege konnten sich nicht halten, weil die Verkäufe der langfristigen Inhaber die Erholung begrenzt haben.
Somit steht ein klarer Gegensatz fest. Große Anleger und ETF-Zuflüsse unterstützen eine Erholung, während Verkäufe der langfristigen Inhaber das Aufwärtspotenzial begrenzen und auf ein gewisses Risiko hindeuten.
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