de
Zurück zur Liste

Ethereum für Tokenisierung: BlackRocks Signale verdichten sich

source-logo  crypto-news-flash.com 4 S
image
  • Larry Fink bezeichnet Tokenisierung in Davos als zentrales Kapitalmarkt-Thema und fordert dafür eine „gemeinsame Blockchain“.
  • BlackRocks Research und Produkte liefern Hinweise, dass Ethereum als bevorzugte Infrastruktur für Tokenisierung gilt.

BlackRock-CEO Larry Fink hat beim Weltwirtschaftsforum in Davos Tokenisierung als zentrales Thema für die Kapitalmärkte bezeichnet und dabei eine „gemeinsame Blockchain“ als Lösung gegen Ineffizienz und Korruption gefordert. Zwar nannte Fink keine konkrete Blockchain. BlackRocks Produkte und Research deuten jedoch auf Ethereum hin.

In Davos verwies Fink auf Brasilien und Indien als Vorreiter:

„Ich glaube, die Bewegung hin zur Tokenisierung ist notwendig. Es ist ironisch, dass wir zwei Schwellenländer sehen, die bei der Tokenisierung und Digitalisierung ihrer Währung weltweit führend sind – Brasilien und Indien. Ich glaube, wir müssen sehr schnell dazu übergehen.”

Fink erwartet sinkende Gebühren und eine breitere Zugänglichkeit, weil Kapital schneller zwischen tokenisierten Geldmarktfonds, Aktien und Anleihen wechseln kann. Für Fink hängt das an der Architektur:

„Wenn wir eine gemeinsame Blockchain hätten, könnten wir Korruption verringern. Ich würde also argumentieren: Ja, wir hätten vielleicht mehr Abhängigkeiten von einer Blockchain, über deren Nachteile wir alle sprechen könnten, aber trotzdem würden alle Transaktionen wahrscheinlich verarbeitet und sicherer sein als je zuvor.“

BlackRock CEO Larry Fink believes tokenization is inevitable and that one common blockchain is the future.

Context matters. BlackRock is the world’s largest asset manager and has been tasked with advising on Ukraine’s post-war state assets, underscoring the depth of its… pic.twitter.com/lY718X5BQ2

— Garrett (@GarrettBullish) January 22, 2026

Ist Ethereum die Lösung für BlackRock?

Dass Larry Fink während des WEF in Davos über Ethereum sprach, ist nicht ganz abwegig. In BlackRocks „2026 Thematic Outlook“ wird Ethereum ausdrücklich als dominante Blockchain für Tokenisierung erwähnt:

„Könnte Ethereum die ‚Mautstraße‘ zur Tokenisierung darstellen? Der Anstieg der Stablecoin-Adoption könnte ein Hinweis darauf sein, dass Tokenisierung in der Praxis ankommt – und Blockchains wie Ethereum könnten davon profitieren.“

Die PDF enthält ein Diagramm, das zeigt, dass Ethereum „65%+ der tokenisierten Assets“ am gesamten Markt aufweist. Danach folgen BNB Chain (9,73%), Solana (4,52%), Stellar (4,12%), Arbitrum (3,81%), Avalanche (2,97%), Aptos (1,92%), Polygon (1,65%), XRP Ledger (1,12%) und zkSync Era (1,09%). BlackRock betont:

„Tokenisierte Assets ermöglichen die Ausgabe, den Handel, das Settlement und die Aufzeichnung von Assets auf der Blockchain. Aus unserer Sicht bedeutet das, dass tokenisierte Assets einen Anwendungsfall außerhalb rein spekulativen Kryptohandels haben könnten – und über stabile Wertinstrumente hinaus in Private Credit und Real Assets hineinwachsen könnten.“

Quelle: BlackRock

Darüber hinaus gibt es weitere Indizien, dass Ethereum unter den öffentlichen Blockchains der Favorit von Fink sein könnte: Der Vermögensverwalter hat seinen tokenisierten Geldmarktfonds BUIDL direkt auf Ethereum gestartet (wobei weitere Netzwerke gefolgt sind).

Zudem bietet BlackRock nur zwei Krypto-Spot-ETFs an: Bitcoin (IBIT) und Ethereum (ETHA). Dennoch bleibt es zunächst Spekulation.

crypto-news-flash.com