Am Montag verzeichneten die US-Spot-Ethereum-ETFs erstmals seit ihrer Einführung einen täglichen Nettozufluss von über 1 Milliarde US-Dollar. Gleichzeitig verzeichnet der Ethereum-Kurs mit mehr als 4.378 US-Dollar ein neues Jahreshoch, bleibt aber noch rund 500 Dollar hinter dem Allzeithoch von Mai 2021 zurück.
Das gestiegene Interesse der ETF-Anleger lässt sich in erster Linie durch die US-Reformpolitik erklären. Unter Donald Trump bekommt die Krypto-Branche ein regulatorisches Rahmenwerk, welches sie aktiv mitgestalten darf. Außerdem will Trump keine CBDCs, also keine Form von digitaler Zentralbankwährung. Stattdessen sollen US-Unternehmen die Initiative übernehmen und den Dollar als digitalen Token weltweit verfügbar machen.
Diese Entwicklung legt nahe, dass die Unternehmen für ihre Stablecoins eine solide Infrastruktur brauchen, die erprobt und skalierbar ist. Aus diesem Grund hat sich unlängst das Narrativ von Ethereum als „digitales Öl“ in den Köpfen der Anleger etabliert. Analog zu dem Bild von Bitcoin als digitalem Gold könnte Ethereum eine Renaissance erleben, wenn die Plattform tatsächlich Dreh- und Angelpunkt für ein globales Stablecoin-Ökosystem wird.
Die Option auf Staking-Renditen dürfte ebenfalls ein hohes Maß an Attraktivität ausüben. BlackRock stellte Mitte Juli dazu bei der SEC einen entsprechenden Antrag. Sobald das Staking bei den Spot-ETFs Einzug hält, schaufeln die Investmentvehikel fortlaufend Rewards. Daran könnten unter anderem die 401(k)-Rentensparer in den USA interessiert sein, denn sie kaufen und halten Investments langfristig.
bitcoin-kurier.de