- WEF Bericht positioniert IOTA-TWIN als Schlüssel-Infrastruktur für digitale Handelsdokumente und Lieferketten.
- Salima zufolge wird TWIN als „Level Playing Field“ und „Virtual Watch Tower“ beschrieben; IOTA wird im Bericht nicht namentlich erwähnt.
Ein neuer Bericht des World Economic Forum (WEF), der gemeinsam mit der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate erarbeitet wurde, hebt das IOTA-basierte TWIN (Trade Worldwide Information Network) als strategisches Element für die Digitalisierung und Koordination globaler Lieferketten hervor.
WEF hebt IOTA-TWIN hervor
X-Nutzerin Salima (@Salimasbegum) machte auf den neuen WEF-Report „The TradeTech Paradox: Connectivity Amid Fragmentation“ (Januar 2026) aufmerksam und betont die politische Einordnung des Dokuments. „Das ist kein Krypto-Whitepaper. Es ist globale Handelspolitik“, schreibt sie. In der Einleitung des Berichts sei das Vorwort nach ihren Angaben von WEF-Präsident Børge Brende, dem UAE-Minister of State for Foreign Trade Thani bin Ahmed Al Zeyoudi sowie Ahmed Jasim Al Zaabi (Chairman of ADGM) unterzeichnet.
In dem 38-seitigen Dokument geht es darum, wie digitale Handelsstrukturen den Welthandel der Zukunft unterstützen können. TWIN ist eine offene Infrastruktur, die essenzielle Handelsdokumente sicher digitalisieren soll. Die Technologie liefert dabei eine regelbasierte Basis, auf der unterschiedliche Staaten und Systeme nach denselben Standards konkurrieren können.
Salima schreibt via X:
„Im Zentrum des Dokuments steht TWIN = Trade Worldwide Information Network. Sie stellen es als offene Infrastruktur dar, um essenzielle Handelsdokumente mithilfe von Blockchain sicher zu digitalisieren – und wörtlich als ein ‚Level Playing Field‘, damit Länder weltweit unter denselben Regeln konkurrieren können.“
Darüber hinaus hebt Salima ein weiteres Element hervor: die sogenannten „Virtual Watch Tower“, die auf TWIN aufbauen. Sie beschreibt diese Komponente als Mechanismus, mit dem Handelsteilnehmer koordinieren können, ohne sich einem einzelnen Machtzentrum oder einer dominanten Plattform unterordnen zu müssen – und ohne mehr Daten preiszugeben als nötig.
„Die Virtual Watch Tower, gebaut auf TWIN, wird als die vertrauenslose Grundlage präsentiert, die der globale Handel braucht, um sich zu koordinieren, ohne von einem einzigen Machtzentrum abhängig zu sein“, schreibt Salima. „Dabei werden nur die minimal notwendigen Daten geteilt, in verifizierbaren und nachverfolgbaren Formaten.“
Fallbeispiele: Von Maersk bis Bangladesch
Der Post nennt zudem mehrere Regionen und Projekte, die der Bericht als Beispiele für entstehende „TradeTech“-Strukturen hervorhebe, darunter Maersk (digitale Schichten für Zölle, Compliance und Emissionen), die Pilotzone Shanghai Lingang, ein digitaler UAE–India-Korridor, der Bhomra Land Port in Bangladesch sowie die SCZone in Ägypten.
Gleichzeitig betont Salima eine entscheidende Einschränkung: „Das Dokument legt nicht fest, welche Infrastrukturen in den einzelnen Fällen konkret zum Einsatz kommen. Sie alle sind jedoch in denselben strategischen Rahmen eingebettet, in dem TWIN als zukünftige Vertrauensebene und ‚gleiche Wettbewerbsbedingungen‘ im Welthandel definiert wird.“
Es ist außerdem wichtig anzumerken, dass IOTA in dem WEF-Bericht nicht namentlich genannt wird; hingegen wird TWIN fünfmal erwähnt. Bereits im Juli 2025 hatte das WEF jedoch einen Artikel veröffentlicht, in dem es erklärte, dass TWIN bis zu 25 % der Kosten des globalen Welthandels einsparen könnte.
Gleichzeitig stellten die Autoren Frank Matsaert (Globaler Leiter Handel und Infrastruktur, Tony Blair Institute) und Tim Stekkinger (Leiter Digitaler Handel und Handelstechnologie, Weltwirtschaftsforum) klar, dass „TWIN das Ergebnis einer einzigartigen TradeTech-Kooperation zwischen dem Tony Blair Institute, TradeMark Africa, der IOTA Foundation, dem Chartered Institute of Export & International Trade, der Global Alliance for Trade Facilitation und dem Weltwirtschaftsforum“ ist.
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