Bitcoin, Gold und Aktien legen nach Warshs Rede zu: Das waren seine Aussagen
newsbit.de
28 Oktober 2026 18:19, UTC
Die US-Notenbank hat beschlossen , den Leitzins unverändert zu lassen. Die anschließende Pressekonferenz von Kevin Warsh hat die Finanzmärkte deutlich bewegt. Der Fed-Chef erläuterte soeben die Entscheidung. Anleger reagierten positiv auf seine Aussagen.
Bitcoin (BTC), die Wall Street und insbesondere Gold legten zu. Ausschlaggebend war vor allem, dass Warsh sich zuversichtlich zeigte, seine Maßnahmen gegen die Inflation entfalteten allmählich Wirkung.
Warsh: Geldpolitik zeigt erste Wirkung
Nach Warshs Worten herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass die geldpolitischen Maßnahmen allmählich wirken. Damit bezog er sich auf das Maßnahmenpaket, das er seit seinem Amtsantritt im Mai umgesetzt hat.
Bleibe über deine Coins immer im Bild
Alerts, Live-Kurse und Marktnachrichten – alles in einer App
Richten Sie Ihre Telefonkamera паh, um zu installieren
4,8 aus 40K Bewertungen im App Store und bei Google Play
Den Auftakt bildete ein klares Bekenntnis zum Inflationsziel von 2 Prozent. Warsh stellte ausdrücklich klar, dass die Fed auch eine Inflationsrate von etwas mehr als 2 Prozent nicht als Ziel akzeptieren werde. Im September folgte die erste Zinserhöhung seit mehr als drei Jahren.
Hinweise auf die Wirksamkeit seiner Politik sieht Warsh in den Erwartungen der Anleger. Dabei verwies er unter anderem auf Inflationsswaps, mit denen sich Investoren gegen künftige Preissteigerungen absichern.
Die Inflation selbst ist allerdings noch nicht gesunken. Warsh räumte ein, dass die Teuerungsrate seit fast sechs Jahren über dem Ziel von 2 Prozent liegt und die Energiepreise in den vergangenen Wochen erneut gestiegen sind.
Nach diesen Aussagen fiel die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen deutlich. Innerhalb einer Viertelstunde sank sie um rund 1,50 Prozent. Das deutet darauf hin, dass der Markt eine weniger restriktive Fed-Politik einpreist. Die zweijährige Rendite spiegelt vor allem die Erwartungen für den Fed-Leitzins in den kommenden zwei Jahren wider.
Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen fällt während der Pressekonferenz deutlich. – Quelle: TradingView/Newsbit
An den Märkten sorgte das für Kursgewinne. Bitcoin legte um 0,47 Prozent zu, der S&P500 gewann 0,33 Prozent. Am stärksten profitierte Gold mit einem Plus von 0,78 Prozent.
Für die nächste Sitzung im Dezember rechnet die große Mehrheit der Marktteilnehmer allerdings weiterhin mit einer Zinserhöhung.
Robuster Arbeitsmarkt gibt der Fed Spielraum
Warsh erklärte zudem, das Wirtschaftswachstum habe sich beschleunigt und der Arbeitsmarkt bleibe robust. Dadurch habe die Fed den nötigen Spielraum, sich ganz auf die Inflationsbekämpfung zu konzentrieren.
Nach Warshs Einschätzung haben sich die Finanzierungsbedingungen seit September verschärft. Für Unternehmen und private Haushalte ist es damit schwieriger und teurer geworden, sich Geld zu beschaffen.
Als restriktiv will er die Bedingungen allerdings noch nicht bezeichnen. Seiner Einschätzung nach ist weiterhin ausreichend Liquidität vorhanden, und die Zinserhöhung bremst die Wirtschaft nur begrenzt.
Geopolitische Entwicklungen, insbesondere der Iran-Krieg, sorgen zwar für zusätzliche Unsicherheit. Warsh will jedoch zunächst weitere Informationen abwarten, bevor er über den nächsten Schritt entscheidet.