Realized Cap dreht wieder nach oben
Ein positives Signal für Bitcoin zeichnet sich auf On-Chain-Ebene ab. Das sogenannte Realized Cap ist nach einem mehrmonatigen Rückgang wieder gestiegen. Die Kennzahl bewertet jeden Bitcoin zu dem Preis, zu dem er zuletzt auf der Blockchain bewegt wurde, und bildet damit vereinfacht die Kostenbasis des Netzwerks ab. Laut einer Analyse auf CryptoQuant erhöhte sich das Realized Cap zuletzt von 1,057 auf 1,088 Billionen US-Dollar. In dieser Zeit stieg Bitcoin von rund 69.000 auf 80.000 US-Dollar.
Die Entwicklung ist dennoch mit Vorsicht zu lesen. Während Bitcoin seit dem Tief um rund 16 Prozent zugelegt hat, ist das Realized Cap nur um knapp drei Prozent gestiegen. Die Erholung wurde der Analyse zufolge bislang also weniger von neuem Kapital getragen. Stattdessen halten bestehende Anleger ihre Bitcoin offenbar zurück. Ob sich daraus ein stabilerer Trend entwickelt, dürfte sich daran zeigen, ob das Realized Cap weiter zulegt.
Für Volatilität könnte heute Abend die US-Notenbank sorgen. Die Federal Reserve gibt ihre Zinsentscheidung bekannt, anschließend tritt Fed-Chef Kevin Warsh vor die Presse. Nach der Zinserhöhung im September wird diesmal überwiegend mit unveränderten Zinsen gerechnet. Für den Krypto-Markt dürfte vor allem entscheidend sein, welche Signale Warsh für die Dezember-Sitzung sendet.