Bitcoin im Fokus vor US-Arbeitsmarktbericht
Um 14.30 Uhr richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf den US-Arbeitsmarktbericht. Ökonomen erwarten, dass die Arbeitslosenquote im September unverändert bei 4,1 Prozent geblieben ist.
Zudem rechnen sie mit 90.000 neuen Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Das wäre eine deutliche Verlangsamung gegenüber August, als noch 162.000 Stellen hinzugekommen waren.
Für Bitcoin sind die Daten vor allem wegen ihrer möglichen Auswirkungen auf die Zinspolitik der Federal Reserve wichtig. Ein robuster Arbeitsmarkt könnte der US-Notenbank mehr Spielraum geben, die Zinsen auf hohem Niveau zu halten oder weiter anzuheben. Fallen die Zahlen schwächer aus, könnte sich dagegen die Einschätzung durchsetzen, dass weitere Zinserhöhungen weniger notwendig sind.
Am Kryptomarkt könnten sich diese unterschiedlichen Erwartungen unmittelbar bemerkbar machen. Höhere Zinsen machen Staatsanleihen attraktiver und belasten in der Regel risikoreiche Anlagen wie Bitcoin. Schwächere Arbeitsmarktdaten könnten den Bitcoin-Kurs daher stützen.
Hohe US-Zinsen belasten Bitcoin weiter
Der Bitcoin-Kurs bewegte sich den Großteil dieser Woche zwischen 82.000 und 85.000 Dollar. Vor allem die stark gestiegenen Renditen amerikanischer Staatsanleihen belasteten den Kryptomarkt.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg auf 5,34 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Dadurch verteuern sich Kredite, während die vergleichsweise sicheren Staatsanleihen für Anleger attraktiver werden.
Auch der starke Dollar belastet den Markt. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Dollars gegenüber einem Korb wichtiger Währungen abbildet, stieg am Donnerstag kurzzeitig über 102 Punkte. Damit erreichte der Index den höchsten Stand seit 18 Monaten.
Ein starker Dollar und hohe Zinsen sind normalerweise eine ungünstige Kombination für Bitcoin. Dennoch gelang $BTC am Freitag der Sprung über die Marke von 86.000 Dollar.