Am Mittwoch endete diese Serie. Die ETFs verzeichneten Nettoabflüsse von 149 Millionen Dollar. Das ist ein deutlicher Umschwung: Zuvor hatten die Zuflüsse an einzelnen Tagen noch fast 1 Milliarde Dollar erreicht.
Nach Einschätzung des CryptoQuant-Analysten JA Maartun könnte dies auf eine nachlassende Nachfrage institutioneller Anleger hindeuten.
Zugleich könnte der Verkaufsdruck zunehmen. Laut Maartun überwiesen kurzfristig orientierte Anleger innerhalb von 24 Stunden rund 45.000 BTC an Kryptobörsen. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Bitcoin verkauft werden. Auf einer Börse lassen sich die Coins allerdings leichter handeln.
US-Arbeitsmarktbericht als wichtiger Impuls für Bitcoin
Gegenwind für Bitcoin kommt derzeit vor allem vom US-Anleihemarkt. Die hohen Renditen von Staatsanleihen machen risikoreichere Anlagen im Vergleich weniger attraktiv.
In den vergangenen Tagen gab es jedoch etwas Entlastung. Fed-Vertreter John Williams erklärte am Dienstagabend, bei einer weiteren Zinserhöhung bestehe keine Eile. Am Mittwoch fiel zudem die US-Kerninflation niedriger aus als erwartet.
Damit sank die am Markt eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die Federal Reserve bis Donnerstagmorgen auf rund 36 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen Ende Oktober unverändert bleiben, liegt entsprechend bei etwa 64 Prozent.
Am Freitag steht mit dem offiziellen US-Arbeitsmarktbericht der nächste wichtige Test an. Er soll ein klareres Bild von der Stärke des Arbeitsmarktes liefern und könnte die Zinserwartungen erneut verändern.
Fallen die Arbeitsmarktdaten schwächer aus als erwartet, könnte der Druck auf die Fed nachlassen, die Zinsen weiter anzuheben. Das wäre möglicherweise günstig für Bitcoin und andere risikoreiche Anlagen. Ein überraschend starker Bericht könnte dagegen die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen verstärken.
Der Freitag könnte damit auch für den Auftakt des „Uptober“ entscheidend sein. Obwohl der Oktober bereits begonnen hat, könnte der Arbeitsmarktbericht darüber entscheiden, ob Bitcoin Spielraum für einen neuen Kursanstieg erhält.
Optionshändler setzen auf 90.000 und 95.000 Dollar
Am Optionsmarkt richten Händler ihren Blick vor allem auf höhere Bitcoin-Kurse. Rund um die Marken von 90.000, 95.000 und 100.000 Dollar bestehen zahlreiche offene Positionen. Das zeigt ein erhöhtes Interesse an diesen Kursniveaus, garantiert aber nicht, dass Bitcoin sie tatsächlich erreicht.
Vorerst bewegt sich der Bitcoin-Kurs weiterhin um 84.000 Dollar. Der US-Arbeitsmarktbericht am Freitag könnte darüber entscheiden, ob Bitcoin im Oktober Spielraum für einen neuen Kursanstieg erhält.