de
Zurück zur Liste

Peter Brandt: Bitcoin könnte auf 600.000 Dollar steigen – XRP sei ein „Coin für Dummköpfe“

source-logo  newsbit.de 23 S
image

Bitcoin (BTC) könnte den Tiefpunkt des aktuellen Zyklus bereits hinter sich haben. Davon geht der erfahrene Trader Peter Brandt aus. Er rechnet inzwischen mit einem neuen Bullenmarkt und hält bis 2029 einen Bitcoin-Kurs von bis zu 600.000 Dollar für möglich.

Eine geradlinige Rally erwartet Brandt allerdings nicht. Kurzfristig sieht er Spielraum für eine deutliche Korrektur. Bei $XRP ist er deutlich skeptischer. Er bezeichnet den Coin sogar als „Coin für Leichtgläubige“ und stellt dessen Anlagewert infrage.

Bitcoin-Kurs könnte zunächst deutlich korrigieren

Brandt war zuvor davon ausgegangen, dass der Bärenmarkt um den 4. Oktober enden könnte. Inzwischen hält er es für möglich, dass Bitcoin seinen Boden bereits früher erreicht hat.

app-logo

Bleibe über deine Coins
immer im Bild

Alerts, Live-Kurse und Marktnachrichten – alles in einer App
4,8 aus 40K Bewertungen im App Store und bei Google Play

„Die Chancen stehen gut, dass der Boden hinter uns liegt und Bitcoin nun in einen neuen Bullenmarktzyklus eintritt“, sagte Brandt gegenüber Cointelegraph.

Im Juli hatte der erfahrene Trader noch vor einem möglichen Rückgang in Richtung 50.000 Dollar gewarnt. Bitcoin notierte damals bei rund 64.000 Dollar, stieg anschließend aber auf fast 85.000 Dollar. Nach Einschätzung von Brandt könnte der Rückgang auf etwa 58.000 Dollar Ende Juni rückblickend bereits der Tiefpunkt dieses Zyklus gewesen sein.

Dennoch erwartet er nicht, dass der Bitcoin-Kurs von hier aus nur noch steigt. Anfang Oktober sieht Brandt Spielraum für eine kräftige Korrektur in den Bereich von 65.000 bis 66.000 Dollar.

Seiner Ansicht nach sind viele Anleger während des jüngsten Anstiegs noch eingestiegen, weil sie überzeugt waren, dass der Boden bereits erreicht ist. Ein scharfer Rücksetzer könnte genau diese späten Käufer aus dem Markt drängen und anschließend eine neue Einstiegschance eröffnen.

„Wir wissen alle, dass Bitcoin nicht in einer geraden Linie steigt“, so Brandt.

Brandt hält bei Bitcoin langfristig 600.000 Dollar für möglich

Für die längere Frist ist Brandt dagegen optimistischer geworden. Er hält es für möglich, dass Bitcoin bis Ende 2029 einen Höchststand zwischen 300.000 und 600.000 Dollar erreicht.

Damit hebt er seine frühere Prognose deutlich an. Im Juli war Brandt noch von einem möglichen Hoch zwischen 250.000 und 300.000 Dollar ausgegangen.

„Dieser Bullenmarktzyklus hat sehr gute Chancen, die Marke von einer halben Million Dollar zu erreichen“, sagte er.

Sogar einen Bitcoin-Kurs von 1 Million Dollar im Jahr 2030 schließt Brandt nicht vollständig aus. Nach seiner Einschätzung muss der Kurs jedoch nicht so weit steigen, damit Anleger von diesem Zyklus profitieren können. Er hat deshalb noch nicht das gesamte Kapital investiert, das er für Bitcoin vorgesehen hat.

Für seine Prognose orientiert sich Brandt vor allem an früheren Marktzyklen und am Kursverlauf selbst. Nachrichten, die im Nachhinein zur Erklärung von Bitcoin-Bewegungen herangezogen werden, misst er weniger Bedeutung bei.

Auf Basis früherer Zyklen erwartet Brandt, dass der stärkste Anstieg erst gegen Ende einsetzt. In den letzten drei bis vier Monaten des Bullenmarkts könnten seinem Modell zufolge rund 30 Prozent des gesamten Kursanstiegs entstehen.

Brandt übt scharfe Kritik an $XRP

Bei $XRP fällt Brandts Einschätzung deutlich negativer aus. Er bezweifelt, dass der Coin automatisch an Wert gewinnen muss, nur weil $XRP für Zahlungen genutzt werden kann.

Brandt nennt $XRP dabei einen „Coin für Leichtgläubige“. Die Einsatzmöglichkeiten von $XRP und die Kooperationen von Ripple mit Finanzinstituten machten den Coin aus seiner Sicht nicht automatisch zu einem attraktiven Investment.

„Nur weil etwas für Transaktionen genutzt wird, bedeutet das nicht automatisch, dass es im Wert steigen muss“, sagte Brandt.

Er vergleicht das mit dem US-Dollar. Dieser wird täglich in enormem Umfang für Zahlungen verwendet, doch Menschen kaufen Dollar nicht automatisch in der Erwartung, dass diese Nutzung den Wert steigen lässt.

Ethereum (ETH) und Solana (SOL) beurteilt Brandt weniger kritisch. Aus seiner Sicht können beide neben Bitcoin einen Platz in einem Kryptoportfolio haben. Bei neuen und kleineren Coins rät er zu mehr Vorsicht.

Für Anleger mit solider finanzieller Basis nennt Brandt eine maximale Kryptoquote von zehn Prozent, wobei Bitcoin seiner Ansicht nach den größten Anteil ausmachen sollte.

newsbit.de