Der Clou liegt bei 95.000 Dollar. Sollte Bitcoin am 30. Oktober genau in dieser Gegend notieren, erreicht die Strategie ihren maximalen Ertrag. Bleibt die Kryptowährung zwischen 90.000 und 100.000 Dollar, kann die Position ebenfalls einen positiven Bruttoertrag erzielen. Bewegt sich Bitcoin dagegen deutlich ausserhalb dieses Bereichs, kann die gezahlte Prämie vollständig verloren gehen.
Damit ist der Trade nicht mit einer klassischen Kursprognose gleichzusetzen. Der unbekannte Trader sagt damit nicht einfach: «Bitcoin steigt auf 95.000 Dollar.» Vielmehr wird darauf gesetzt, dass der Bitcoin-Kurs zum Ablauf der Optionen möglichst nahe an dieser Marke liegt. Das ist ein erheblicher Unterschied – und macht den Millionen-Deal zugleich besonders interessant.
Millionen-Trade sorgt jetzt für Aufsehen
Auch abseits dieser einzelnen Position hat sich die Stimmung am Bitcoin-Optionsmarkt zuletzt verändert. Laut Laser Digital drehten kurzfristige «Risk Reversals» während des Anstiegs von Bitcoin in Richtung 85.000 Dollar deutlich zugunsten von Call-Optionen. Der Optimismus nahm anschliessend zwar wieder etwas ab, blieb aber ein Signal für eine erhöhte Nachfrage nach Absicherungen und Positionierungen auf steigende Kurse.
Auch die erwartete Schwankungsbreite spricht für einen bewegten Herbst. Nach Daten von Coinbase Markets wird bis zum 27. September bei Bitcoin eine Kursbewegung von rund fünf Prozent eingepreist. Bei Ethereum liegt die erwartete Bewegung bei 6,9 Prozent, bei Solana bei acht Prozent und bei XRP sogar bei 8,9 Prozent. Der 3,2-Millionen-Dollar-Trade ist damit vor allem eines: ein ungewöhnlich grosser Blick auf eine mögliche Bitcoin-Zone. Ob die Kryptowährung Ende Oktober tatsächlich dort landet, entscheidet allerdings nicht der Trader – sondern der Markt. (mck)