Hintergrund: Strategy kehrt nach Kaufpause zurück
Die beiden Unternehmen zeigten zuletzt unterschiedliche Kaufmuster. Strategy hatte den Ausbau seiner Bitcoin-Position in diesem Jahr pausiert, um eigene STRC-Perpetual-Preferred-Shares im Wert von 174 Millionen US-Dollar zurückzukaufen und eine Cash-Reserve aufzubauen. Erst in der letzten Augustwoche nahm das Unternehmen nach einer zehnwöchigen Pause die Käufe wieder auf und erwarb dabei Bitcoin im Wert von knapp 370 Millionen US-Dollar.
Strive verfolgte in der Zwischenzeit ein anderes Tempo: Das Unternehmen kaufte laut den vorliegenden Angaben durchgehend jede Woche weiter und stieg dadurch im Ranking der Unternehmen mit Bitcoin-Beständen auf. Strategy gilt weiterhin als größter Unternehmenseigner von Bitcoin überhaupt, Strive rangiert inzwischen als fünftgrößter börsennotierter Halter der Kryptowährung.
Bedeutung: Zwei große Treasury-Käufe trotz schwierigem Umfeld
Zu aktuellen Preisen sind Strategys 846.000 $BTC rund 72,7 Milliarden US-Dollar wert, Strives 26.355 $BTC kommen auf etwa 2,2 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt Bitcoin trotz des jüngsten Anstiegs mehr als 30 Prozent unter dem im Oktober erreichten Allzeithoch von 126.080 US-Dollar entfernt.
Der kombinierte Kauf fällt zudem in ein Jahr, das für viele Bitcoin-Treasury-Unternehmen schwierig verlief. Mehrere Firmen verkauften 2026 Teile ihrer Bitcoin-Bestände, um Schulden zu tilgen, operative Ausgaben zu decken oder Aktienrückkäufe zu finanzieren, während andere aufgaben oder auf AI-Infrastruktur umschwenkten. Vor diesem Hintergrund wirkt die Rückkehr von Strategy zum Kauf zusammen mit Strives fortgesetzter wöchentlicher Akkumulation bemerkenswert, auch wenn beide Unternehmen erkennbar unterschiedliche Strategien verfolgen. Ein weiteres Beispiel für größere Bitcoin-Käufe außerhalb der etablierten Treasury-Firmen liefert der Beitrag Investor kauft 1.550 Bitcoin im Dip, während LiquidChain Kapital sammelt.
Ausblick
Kurzfristig dürfte die Aufmerksamkeit darauf liegen, ob Bitcoin den Sprung über 86.000 US-Dollar halten kann und ob Strive sein wöchentliches Kauftempo fortsetzt. Bei Strategy bleibt offen, ob der aktuelle Kauf lediglich eine Ausnahme darstellt oder das Ende der längeren Pause markiert, in der Aktienrückkäufe und der Aufbau einer Cash-Reserve im Vordergrund standen.
Als Umfeldfaktoren nennt die Quelle zudem den zuletzt blockierten Clarity Act sowie eine Zinserhöhung der Federal Reserve – Entwicklungen, auf die Anleger dem Bericht zufolge trotz des Kursanstiegs gelassen reagiert haben.