Bitcoin (BTC) hat sich in den vergangenen Monaten vom starken Kurseinbruch Anfang des Jahres erholt. Dennoch notiert die größte Kryptowährung weiter deutlich unter ihrem Rekordhoch. Beim Vermögensverwalter Grayscale ist das Vertrauen inzwischen zurück. Nach Einschätzung des Unternehmens sprechen mehrere zentrale Signale wieder in dieselbe Richtung.
Bitcoin-Boden bei rund 58.000 Dollar
Zach Pandl, Head of Research bei Grayscale, geht weiterhin davon aus, dass Bitcoin den Boden dieser Bärenmarktphase bereits erreicht hat. Ende Juni fiel der Bitcoin-Kurs auf etwa 58.000 Dollar.
„Wir haben uns in den vergangenen Monaten klar positioniert und Ende Juni den Bereich um 58.000 Dollar als Boden genannt“, sagte Pandl. „Daran halte ich fest: Für diese Phase des Bärenmarkts war das aus meiner Sicht der Tiefpunkt.“
Bitcoin notiert heute bei rund 76.600 Dollar und liegt damit etwa 1,1 Prozent höher als am Vortag. Trotz der Erholung bleibt der Kurs noch rund 39 Prozent unter dem Rekordhoch von etwa 126.000 Dollar.
Auch Coinbase-CEO Brian Armstrong äußerte sich zuletzt optimistisch. Am 10. September erklärte er ebenfalls, er gehe davon aus, dass Bitcoin den Boden dieses Zyklus erreicht habe. Armstrong erwartet einen Aufwärtstrend bis zum nächsten Bitcoin-Halving.
Grayscale sieht Einstiegssignal für Kunden
Grayscale berücksichtigt Pandl zufolge drei zentrale Faktoren, bevor der Vermögensverwalter Kunden zu Investments in Bitcoin rät. Dazu zählen die langfristige strukturelle Entwicklung, die Phase des Marktzyklus und das makroökonomische Umfeld.
Nach Einschätzung Pandls fallen inzwischen alle drei Faktoren positiv aus. Er verweist unter anderem auf die fortschreitende Krypto-Adoption und die Knappheit von Bitcoin. Zudem geht er davon aus, dass der Markt die wichtigste Phase des Bärenmarkts hinter sich hat.
„Aus meiner Sicht sind diese Kriterien inzwischen erfüllt“, sagte Pandl. „Für unsere Kunden ist das deshalb ein klares Einstiegssignal.“
Grayscale sieht auch Chancen bei Zcash
Pandl sprach zudem über den Privacy-Coin Zcash (ZEC), dessen Kurs zuletzt deutlich gestiegen ist. Grayscale bietet seit rund neun Jahren ein Anlageprodukt für die Kryptowährung an. Aus seiner Sicht hebt sich Zcash vor allem durch den starken Fokus auf Privatsphäre ab.
„Digitale Währungen brauchen eine Datenschutzebene. Das gilt auch für Bitcoin, wo sie derzeit fehlt“, sagte Pandl.
Als direkten Konkurrenten von Bitcoin sieht er Zcash nicht. Die Kryptowährung setze bewusst auf mehr Privatsphäre, während Bitcoin vor allem Transparenz und Überprüfbarkeit biete.
Pandl zufolge könnte Privatsphäre zudem an Bedeutung gewinnen, je leistungsfähiger künstliche Intelligenz wird. Zcash biete Anlegern aus seiner Sicht eine Möglichkeit, auf das wachsende Interesse an persönlicher und finanzieller Privatsphäre zu setzen.
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