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StarkWare demonstriert quantenresistente Bitcoin-Transaktion im Mainnet

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Eine neue Analyse beziffert das Bitcoin Quantenrisiko genauer. Nach Daten der Analysefirma Glassnode zeigen 6,04 Mio. $BTC, also 30,2 Prozent des ausgegebenen Angebots, einen bereits sichtbaren öffentlichen Schlüssel. Die übrigen 13,99 Mio. $BTC bleiben im Ruhezustand verdeckt.

Quantenresistente Transaktion ohne Bitcoin-Fork

StarkWare hat am Mittwoch, 26. August 2026, im Bitcoin-Mainnet die erste quantenresistente Bitcoin-Transaktion ihrer Art in Block 964.199 bestätigt. Der StarkWare-Forscher Avihu Levy gab dabei 10.000 Satoshi über sein Verfahren Quantum Safe Bitcoin (QSB) aus. Damit zeigte er erstmals live im Netzwerk, dass sich Bitcoin-Ausgaben auch ohne neue Signaturkurve gegen künftige Quantenangriffe absichern lassen.

Für die Transaktion war laut StarkWare kein Soft Fork und keine Änderung der Konsensregeln nötig, auch neue Opcodes waren nicht erforderlich. Die Signaturerzeugung erforderte aufwendige Off-Chain-Rechenleistung: Laut Unternehmen kostete sie zwischen 75 und 200 US-Dollar an Cloud-GPU-Zeit. Als nicht standardisierte Transaktion musste sie am Mempool-Relay vorbei direkt an einen teilnehmenden Miner übermittelt werden.

Experimentelles Upgrade zeigt dezentrales Potenzial

Dem Verfahren liegt eine Methode zugrunde, die die bisherige Elliptische-Kurven-Kryptografie durch hashbasierte Einmalsignaturen ersetzt, kombiniert mit einer rechenintensiven Suche, die die Freigabe fest an eine Transaktion bindet. Sie soll Angriffe mit dem Shor-Algorithmus ins Leere laufen lassen, der klassische Public-Key-Kryptografie auf einem leistungsfähigen Quantencomputer brechen könnte. Levy veröffentlichte das Quantum-Safe-Bitcoin-Schema bereits im April 2026, bevor er es nun erstmals im Mainnet einsetzte.

Die Bitcoin Technologie Innovation liegt darin, dass sich das Skript vollständig innerhalb bestehender Bitcoin-Script-Grenzen bewegt, darunter maximal 201 Opcodes und ein Limit von 10.000 Byte. Es braucht damit keine Miner-Mehrheit für eine Protokolländerung und keine Koordination unter Node-Betreibern. Das zeigt, wie viel Anpassung im dezentralen Netzwerk ohne zentrale Instanz möglich ist.

Warum Quantencomputer Bitcoin-Schlüssel gefährden

Die eigentliche Bedrohung liegt nicht in der QSB-Transaktion, sondern in Bitcoin-Adressen mit bereits sichtbarem öffentlichem Schlüssel. Nach Glassnode-Daten betrifft das rund 30,2 Prozent des Angebots, vor allem durch wiederverwendete Adressen. Ein leistungsfähiger Quantencomputer könnte daraus über den Shor-Algorithmus den privaten Schlüssel ableiten und Coins ohne Zustimmung des Eigentümers bewegen. QSB schützt dabei nur ältere Legacy-Outputs, Taproot und Lightning bleiben unberührt.

Die quantenresistente Bitcoin-Transaktion zeigt, dass sich Nutzer schon heute gegen künftige Quantenangriffe absichern können, ohne auf eine Protokolländerung zu warten. Für die Mehrheit der betroffenen Adressen bleibt der Schritt vorerst freiwillig und aufwendig.

Wer seine Schlüssel selbst verwahrt, trägt auch die Verantwortung, sie rechtzeitig umzustellen. Es bleibt eine Entscheidung des Einzelnen, nicht einer Behörde, wie schnell dieser Wechsel erfolgt.

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