Bitcoin (BTC) hat sich in der vergangenen Woche deutlich erholt und kletterte zeitweise sogar über 80.000 Dollar. Marktanalyst TradingShot warnt dennoch davor, dass die kommenden Monate erneut schwierig werden könnten.
Bei den vergangenen drei Zwischenwahlen in den USA gab der Bitcoin-Kurs in den drei Monaten vor dem Urnengang jeweils nach.
Bitcoin fiel bei den vergangenen drei Zwischenwahlen
TradingShot sieht im Bitcoin-Kurs ein auffälliges Muster. In den drei Monaten vor den US-Zwischenwahlen 2014, 2018 und 2022 geriet Bitcoin jeweils deutlich unter Druck.
Dabei richtet der Analyst den Blick vor allem auf wichtige Durchschnittswerte des Bitcoin-Kurses. In den Jahren 2014 und 2018 endete der Rückgang jeweils in der Nähe des Durchschnitts der vorangegangenen 200 Wochen. Dieses Niveau wirkte damals wie eine Art Boden für Bitcoin.
2022 fiel die Bewegung deutlich heftiger aus. Der Bitcoin-Kurs rutschte unter diesen 200-Wochen-Durchschnitt und fand erst im Bereich des Durchschnitts der vergangenen 350 Wochen Unterstützung.
Nach Einschätzung von TradingShot weist der aktuelle Markt Parallelen zu diesen früheren Phasen auf. Bitcoin versuchte zuletzt, über den 50-Wochen-Durchschnitt auszubrechen, scheiterte jedoch daran. In früheren schwachen Marktphasen war dies häufiger der Punkt, an dem eine Erholung auslief und der Kurs erneut nachgab.
Deshalb warnt der Analyst vor der Phase bis zu den Wahlen im November. Sollte sich die Geschichte wiederholen, könnte Bitcoin erneut in Richtung des 200-Wochen-Durchschnitts zurückfallen. Bei einer deutlich stärkeren Korrektur käme sogar der 350-Wochen-Durchschnitt in den Blick.
Eine Garantie ist dieses Muster nicht. Bitcoin hat erst drei frühere Zwischenwahlen erlebt, weshalb der Vergleich auf einer sehr kleinen Zahl von Fällen beruht.

Dieses Niveau könnte das negative Szenario kippen
Ein deutlicher Rückgang ist keineswegs ausgemacht. Laut TradingShot könnte Bitcoin das negative Szenario gerade dann entkräften, wenn der Kurs überzeugend über den 50-Wochen-Durchschnitt steigt.
Dieses Niveau gilt als wichtig, weil Bitcoin bei früheren Erholungsversuchen dort Probleme hatte. In der Vergangenheit war ein erfolgreicher Ausbruch dagegen ein wesentliches Signal für den Beginn eines neuen Bullenmarkts.
Auch der Vierjahreszyklus spricht dem Analysten zufolge für eine optimistischere Sicht. Bitcoin nähert sich einer Phase, in der historisch häufiger eine neue Aufwärtsbewegung einsetzte.
In den kommenden Wochen rückt daher der 50-Wochen-Durchschnitt in den Fokus. Bricht Bitcoin überzeugend darüber aus, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sich das negative Muster früherer Wahljahre wiederholt. Kommt es erneut zu einer Abweisung, bleibt laut TradingShot ein Rückfall in Richtung des 200-Wochen-Durchschnitts möglich.