Bitcoin hält sich nach einer Wochenrally von mehr als 20 Prozent knapp über der Marke von 77.000 US-Dollar. Laut CoinDesk, zitiert von Bloomingbit, notierte die Kryptowährung im asiatischen Handel bei etwas mehr als 77.100 Dollar und lag auf Wochensicht mehr als 21 Prozent im Plus. Im Fokus stehen nun die anstehenden Signale zur US-Geldpolitik und Inflation.
- Preisniveau: Bitcoin notierte laut CoinDesk bei etwas mehr als 77.100 Dollar, nach einem Wochenplus von mehr als 21 Prozent.
- Jackson Hole: Fed-Gouverneur Kevin Warsh soll vom 22. bis 24. August beim Jackson-Hole-Symposium sprechen.
- Inflationsdaten: Der PCE-Preisindex für Juli wird am 22. August erwartet. Für den Kern-PCE wird ein Anstieg von 0,2 Prozent im Monatsvergleich und eine Jahresrate von rund 2,5 Prozent prognostiziert.
- Dollar: Der DXY-Index lag laut der Primärquelle auf einem Vier-Monats-Tief.
Warshs Rede als geldpolitisches Signal
Warsh wird in der Primärquelle als relativer Neuling im Offenmarktausschuss der Federal Reserve beschrieben. Seine bisherigen geldpolitischen Neigungen werden dort als eher restriktiv eingeordnet. Marktteilnehmer dürften deshalb seine Rede beim Symposium auf Hinweise zur weiteren Entwicklung von Inflation und Zinsen prüfen. Das Thema der Veranstaltung lautet strukturelle Veränderungen in der Weltwirtschaft.
Nach Darstellung der Primärquelle könnte eine restriktivere Botschaft den Dollar stützen. Ein festerer Dollar kann Risikoanlagen unter Druck setzen und auch die Aktivität im Krypto- und DeFi-Bereich beeinflussen. Weichen Warshs Aussagen von der Erwartung einer geduldigen Federal Reserve ab, könnte dies die Volatilität erhöhen.
PCE-Daten und Dollarentwicklung
Der PCE-Preisindex gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der Federal Reserve. Ökonomen erwarten für den Kern-PCE im Juli einen Anstieg um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat; die Jahresrate soll bei etwa 2,5 Prozent liegen. Höhere als erwartete Inflationswerte könnten die Erwartung länger hoher Zinsen stützen und damit den Dollar festigen. Schwächere Daten könnten dagegen den Blick auf einen nachgiebigeren Fed-Kurs richten.
Der Dollar stand zuletzt unter Druck, nachdem der DXY-Index laut Primärquelle auf ein Vier-Monats-Tief gefallen war. Die Kombination aus Inflationsdaten und der Rede eines Fed-Gouverneurs kann daher für deutliche Bewegungen an den globalen Märkten sorgen.
Derivate und technische Marken
Die von Bloomingbit wiedergegebenen CoinDesk-Daten zeigen einen Bitcoin-RSI von 84,66. Der Bericht wertet dies als Zeichen einer überhitzten Lage. Zugleich konzentrierten sich Long-Positionen bei großen Händlern, während die Finanzierungsraten an den Terminmärkten neutral blieben.

Als technische Marken nennt der Bericht 78.600 und 75.500 Dollar. Ein Ausbruch über 78.600 Dollar könnte demnach einen erneuten Test von 80.000 Dollar ermöglichen. Bei einem Fall unter 75.500 Dollar wird eine Korrektur bis 72.000 Dollar als möglich beschrieben. Hält Bitcoin die Marke von 75.500 Dollar, sieht die mittelfristige Einschätzung Raum für eine Erholung bis 82.000 Dollar.
Weitere Einflussfaktoren
Neben Warshs Auftritt und den PCE-Daten bleiben weitere Makro- und Marktsignale relevant. CoinDesk verwies auf steigende langfristige Anleiherenditen und anhaltenden Inflationsdruck durch höhere Ölpreise. Zudem könnte der in derselben Woche erwartete Nvidia-Geschäftsbericht die Stimmung bei Risikoanlagen beeinflussen.
Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel laut Bloomingbit zuletzt um zwei Basispunkte auf 4,71 Prozent. Der Bericht verweist außerdem auf die Bedeutung des US-Dollar-Index und der Finanzierungsraten im Terminhandel für die kurzfristige Marktbeobachtung.
Ausblick
Bitcoin bewegt sich nach dem starken Wochenanstieg oberhalb von 77.000 Dollar, während Händler auf neue Hinweise zur US-Geldpolitik warten. Die Rede von Kevin Warsh und die PCE-Daten könnten die Einschätzung zu Inflation, Zinsen und dem Dollar verändern. Für den Kryptomarkt bleiben damit sowohl die technischen Marken als auch die Reaktion auf die anstehenden US-Daten entscheidend.
coin-update.de