Die größte Kryptowährung der Welt handelt zum Wochenstart bei 77.000 US-Dollar und konnte innerhalb einer Woche zeitweise über 26 Prozent steigen. Gemessen am absoluten Kurszuwachs war die vergangenen Kalenderwoche sogar die stärkste der Bitcoin-Geschichte. Jetzt muss sich zeigen, wie belastbar die Rally tatsächlich ist.
US-Renditen ziehen wieder an
Nach dem deutlichen Anstieg zum Ende der vergangenen Woche beruhigt sich der US-Anleihenmarkt wieder etwas. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen liegt wieder bei 4,72 Prozent und die 30-jährige Rendite bei etwa 5,25 Prozent. Damit liegen beide rund zwei Basispunkte unter ihrem Niveau vom letzten Freitag.
Vollständig verschwunden ist der Gegenwind damit allerdings nicht. Erst in der vergangenen Woche hatte das US-Finanzministerium angekündigt, seine Liquiditätsrückkäufe ab dem 9. September stärker auszuweiten. Statt der bislang maximal zwei Milliarden US-Dollar sollen künftig mindestens vier Milliarden US-Dollar je Rückkaufoperation möglich sein.
Weitere Unterstützung kommt derzeit vom Energiemarkt. Der WTI-Ölpreis fällt zum Wochenstart um mehr als ein Prozent und notiert bei knapp 86 US-Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent fiel sogar um mehr als 2,4 Prozent auf 91,31 US-Dollar. Damit setzt sich die Entspannung nach dem starken Preisanstieg der vergangene Wochen fort.
Ein dauerhaft hoher Ölpreis kann den Inflationsdruck verstärken und der Federal Reserve weniger Spielraum für eine lockere Geldpolitik lassen. Ein weiterer Rückgang würde dieses Risiko zumindest abschwächen.
Jackson Hole wird zum nächsten Test
Der nächste größere Impuls könnte noch in dieser Woche folgen. Vom 27. bis 29. August findet das jährliche Jackson Hole Economic Policy Symposium statt. Für die Märkte dürfte insbesondere der Freitag entscheidend werden, wenn Fed-Chef Kevin Warsh seine Rede zur Geldpolitik hält.