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Bitcoin-Whales kaufen wieder: 2,75 Milliarden Dollar in 60 Tagen

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Große Bitcoin-Anleger kaufen nach monatelangen Verkäufen wieder zu. In den vergangenen 60 Tagen haben sogenannte Wale ihren Bestand um rund 43.000 Bitcoin ($BTC) erhöht. Beim aktuellen Bitcoin-Kurs entspricht das einem Wert von etwa 2,75 Milliarden Dollar.

Auffällig ist vor allem der Zeitpunkt der Wende. Daten von CryptoQuant zufolge begannen Großanleger wieder mit der Akkumulation von Bitcoin, als der Kurs in Richtung 60.000 Dollar fiel. Das kann darauf hindeuten, dass vermögende Investoren die aktuellen Kursniveaus nach monatelangen Rückgängen wieder attraktiv finden.

Bitcoin-Wale decken sich wieder mit $BTC ein

CryptoQuant erkennt eine deutliche Verhaltensänderung bei großen Bitcoin-Besitzern. Die Gruppe, die monatelang unter dem Strich verkauft hatte, kauft seit diesem Sommer wieder zu.

Daten von Glassnode deuten zudem auf Kaufaktivität in der Breite hin. Nicht nur die größten Akteure kaufen: Auch Anleger mit Beständen zwischen 100 und 1.000 $BTC bauen ihre Positionen aus. Selbst bei den allergrößten Besitzern ist die Wende sichtbar. Glassnode beobachtet erneut Akkumulation bei sogenannten Humpbacks, also Adressen oder Entitäten mit mehr als 10.000 $BTC.

Nach Einschätzung von Sean Rose von Glassnode spricht die Entwicklung seit Ende Juli für eine erneute Kaufbereitschaft in mehreren Gruppen großer Anleger zugleich.

Großinvestoren sehen bei 60.000 Dollar einen Boden

Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei rund 64.100 Dollar und damit etwa die Hälfte unter dem Rekordhoch von 126.080 Dollar aus dem Oktober. Auch der übrige Kryptomarkt geriet in den vergangenen Monaten stark unter Druck: Milliarden flossen aus Kryptofonds ab, viele Privatanleger zogen sich aus dem Markt zurück.

Selbst Strategy, über Jahre eine der wichtigsten Quellen für Kaufdruck, kaufte zuletzt nicht zu.

Gerade vor diesem Hintergrund fällt die Rückkehr der Wale auf. Große Bitcoin-Besitzer sind dafür bekannt, ihre Coins lange zu halten. Dass sie auf den niedrigeren Niveaus wieder einsteigen, kann daher als Signal gewertet werden, dass ein Teil des Marktes einen Boden erwartet.

Eine Garantie ist das nicht – und erst recht kein Beleg für einen neuen Bullenmarkt.

Neue Bitcoin-Rally bleibt unsicher

Denn trotz Käufen in Milliardenhöhe bleibt der Gesamtmarkt schwach. Vor allem das Handelsvolumen liefert kaum Argumente für eine überzeugende Trendwende.

Nach Angaben von Dessislava Ianeva von Nexo liegen die Spotvolumina in diesem Monat auf dem niedrigsten Stand in einem August seit mindestens 2021. Viele Anleger bleiben also weiterhin an der Seitenlinie.

„Whale-Käufe in einem Markt mit geringer Volatilität sprechen zwar für strukturelle Akkumulation, sie sind aber keine Garantie für einen unmittelbar einsetzenden, breiten Bullenmarkt“, sagte Ianeva. Für eine nachhaltige Erholung müsse auch das makroökonomische Umfeld mitspielen.

Die Rückkehr der Wale ist damit vor allem ein erstes positives Signal. Rund um 60.000 Dollar ist vermögendes Kapital offenbar wieder bereit, Milliarden in Bitcoin zu investieren; für eine echte Trendwende müsste der Rest des Marktes nachziehen.

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