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Kongress verschiebt möglichen Regierungsstillstand auf Dezember – Bitcoin beobachtet die Lage

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Zwei Kammern, zwei unvereinbare Gesetze

Die inhaltlichen Unterschiede zwischen den beiden Versionen sind erheblich. Die Vorlage des Repräsentantenhauses verlängert die Finanzierung weitgehend auf dem bisherigen Niveau bis zum 4. Dezember, ohne sogenannte Funding-Anomalien. Der Senatsentwurf hingegen läuft bis zum 11. Dezember, enthält zusätzliche Bestimmungen, die Demokraten befürwortet hatten, und schränkt die Möglichkeit der Regierung ein, bestimmte Mittel umzuwidmen. Darüber hinaus blockiert er vorübergehend eine Regelung des Weißen Hauses, die eine politische Überprüfung von Bundesfördergeldern vorsieht. Getrennt davon haben House-Republikaner einen Haushaltsplan über 95 Milliarden US-Dollar vorangetrieben, der Verteidigungsausgaben im Zusammenhang mit dem Iran, Agrarhilfen sowie Teile von Trumps Wahlrechtsagenda abdeckt.

Prognosen auf Wettmärkten reagieren sensibel

Prognosemärkte wie Kalshi und Polymarket bilden die Wahrscheinlichkeit eines Government Shutdowns in Echtzeit ab. Wichtig dabei: Die bestehenden Kontrakte messen konkret, ob ein Shutdown rund um den 1. Oktober eintritt, nicht ob es im Dezember erneut zu einem Haushaltsstreit kommt. Mit der Verschiebung der Frist durch beide Kammern sinkt die unmittelbare Gefahr eines Oktober-Shutdowns, die grundlegenden politischen Konflikte bleiben jedoch ungelöst. Prognosemärkte haben bei früheren Haushaltskrisen starke Ausschläge gezeigt. Als die Finanzierung des Ministeriums für Innere Sicherheit am 14. Februar auslief, kam es zu erheblichen Schwankungen in den entsprechenden Kontrakten.

Warum Bitcoin auf den Dezember blickt

Für den Kryptomarkt ist nicht allein die Frage entscheidend, ob ein Shutdown eintritt. Haushaltsunsicherheiten beeinflussen Liquiditätserwartungen und die allgemeine Risikobereitschaft am Markt. Arthur Hayes argumentiert, dass eine potenzielle Intervention der US-Notenbank zur Stützung des japanischen Yen die Dollar-Liquidität ausweiten und letztlich Bitcoin zugutekommen könnte. Nach diesem Liquidity-Framework wäre die geldpolitische Reaktion auf fiskalischen Stress entscheidender als der politische Auslöser selbst. Ein Dezember-Streit würde zudem nach den Midterm-Wahlen und in einer Phase der Jahresend-Positionierung an den Märkten stattfinden.

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Mehrere Katalysatoren belasten Bitcoin gleichzeitig

Am 12. August notierte Bitcoin unter 65.000 US-Dollar, nachdem er zuvor kurzzeitig rund 65.200 US-Dollar erreicht hatte. Neben dem Haushaltsstreit drücken weitere Faktoren auf den Kurs. Die US-Inflationsdaten für Juli wurden ebenfalls am 12. August erwartet und könnten die Zinsentscheidung der Federal Reserve im September neu ausrichten. Markterwartungen bezüglich einer weiteren Zinserhöhung blieben geteilt. Zudem ist der sogenannte Strait-of-Hormuz-Handel nach Trumps Forderung nach jahrzehntelangen Kompensationszahlungen vom Iran zusammengebrochen, was die Ölpreise nach oben trieb. Bitcoin ist damit gleichzeitig Inflation, Zinspolitik, Ölpreis, geopolitischer Unsicherheit und dem laufenden US-Haushaltsstreit ausgesetzt.

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