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Raiffeisen Bank setzt auf steigenden Bitcoin-Kurs mit Strategy-Kauf

source-logo  kryptorevolution.de 06 August 2026 12:03, UTC
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Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihre gemeldete Beteiligung an der Bitcoin-Treasury-Firma Strategy (MSTR) im zweiten Quartal massiv ausgebaut. Hinter dem Plus von rund 3.080 Prozent steht jedoch eine Position von 554.000 US-Dollar und kein direkter Bitcoin-Kauf der österreichischen Großbank.

Raiffeisen stockt Strategy-Position auf 5.980 Aktien auf

Laut der am 3. August eingereichten 13F-Meldung bei der US-Börsenaufsicht (SEC) hielt RBI zum 30. Juni 5.980 Strategy-Aktien. Ende März waren es nur 188 Aktien im Wert von 22.000 US-Dollar gewesen. Unter dem Strich kamen damit 5.792 MSTR-Aktien hinzu; der ausgewiesene Wert stieg auf 554.000 US-Dollar.

Rechnerisch wirkt die Prozentzahl gigantisch, aber die tatsächliche Kapitalallokation ist verhältnismäßig winzig. Das gesamte in der Meldung erfasste US-Aktienportfolio belief sich auf rund 8,53 Milliarden US-Dollar. Strategy macht davon nur etwa 0,0065 Prozent aus.

Wenn man sich das gesamte verwaltete Vermögen der österreichischen Großbank anschaut, wird die MSTR-Position verhältnismäßig noch geringer. RBI wies zum Halbjahresende eine Bilanzsumme von 223,76 Milliarden Euro aus, umgerechnet etwa 258 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich ist die MSTR-Position praktisch nicht materiell.

Die Meldung zeigt zudem nicht, ob die Aktien der Bank selbst oder von ihr verwalteten Kundenportfolios zuzurechnen sind. Nach Definition der SEC erfassen 13F-Berichte Wertpapiere, über die ein institutioneller Manager Kontrolle ausübt. Das kann das eigene Konto betreffen, aber ebenso Kunden-, Fonds- oder Pensionsvermögen.

Für den Kryptomarkt liegt die Relevanz der Position in ihrer indirekten Bitcoin-Position. Strategy hielt Ende des zweiten Quartals rund 846.000 $BTC.

Inzwischen ist der Bestand allerdings gesunken. Strategy verkaufte zwischen dem 27. Juli und dem 2. August 1.638 $BTC, unter anderem zur Finanzierung von Vorzugsdividenden und Rückkäufen von STRC-Vorzugsaktien. Zum 2. August hielt das Unternehmen noch 842.138 $BTC mit Anschaffungskosten von 63,51 Milliarden US-Dollar.

Die RBI-Meldung ist damit vor allem ein weiteres Beispiel dafür, dass europäische Institute über regulierte Aktienmärkte Zugang zu Bitcoin haben. Ob daraus eine dauerhafte Position wird, zeigt erst die nächste 13F-Runde. Für einen strategischen Krypto-Schwenk der Bank liefert der bislang eingesetzte Betrag keinen belastbaren Beleg.

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