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KI-Blase könnte Bitcoin auf 1 Million Dollar treiben, sagt Arthur Hayes

source-logo  news-krypto.de 05 August 2026 14:49, UTC
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Das Modell: KI vernichtet Arbeitsplätze, Banken geraten unter Druck

Den analytischen Kern seines Substack-Beitrags mit dem Titel „This Is Fine“ bildet ein quantitatives Modell, das Hayes auf Basis von Daten des US Bureau of Labor Statistics entwickelt hat. Demnach gibt es in den USA derzeit 72,1 Millionen sogenannte Knowledge Worker, also Wissensarbeiter, bei einer Gesamtbeschäftigtenzahl von 164,5 Millionen. Legt man einen Verdrängungseffekt von 20 Prozent durch KI zugrunde, entstehen nach Hayes‘ Berechnung rund 330 Milliarden US-Dollar an Verlusten im Konsumentenkredit und weitere 227 Milliarden US-Dollar durch Hypothekenausfälle. Zusammen ergibt das 557 Milliarden US-Dollar, was einem Abschlag von 13 Prozent auf das Eigenkapital der US-Geschäftsbanken entspräche.

Entscheidend ist laut Hayes nicht die Gesamtgröße, sondern die Verteilung der Verluste. Die acht systemrelevanten Großbanken seien ausreichend kapitalisiert. Tausende kleinere Regionalbanken hingegen nicht. Der Markt würde deren schwächste Bilanzen identifizieren, Aktienkurse einbrechen lassen, regulatorische Kapitaluntergrenzen verletzen und Depositenabflüsse auslösen. Hayes vergleicht dieses Szenario direkt mit den Regionalbankenpleiten Anfang 2023, erwartet aber eine deutlich größere Dimension, weil die Ursache strukturell und unumkehrbar sei.

Bitcoin als „Fiat-Liquiditäts-Feuermelder“

Hayes bezeichnet Bitcoin als den am direktesten mit globaler Fiat-Liquidität verbundenen frei gehandelten Vermögenswert. Den jüngsten Kursrückgang von Bitcoin vom Allzeithoch bei 126.000 US-Dollar auf Werte im niedrigen 60.000er-Bereich interpretiert er nicht als Marktrauschen, sondern als Signal: Der Markt preise bereits die deflationären Auswirkungen von KI-bedingten Jobverlusten auf den Konsumentenkredit ein, während der breite Aktienmarkt, gemessen am Nasdaq 100, noch nicht nachgezogen habe.

Der Mechanismus erinnert an 2008. Kreditverluste belasten Bankbilanzen, schwächere Institute nähern sich der Insolvenz, die Fed reagiert mit massiver Geldmengenausweitung, Fiat-Liquidität steigt, und Bitcoin wertet stark auf. Hayes schätzt, dass ein durch KI ausgelöster Schock ungefähr halb so schwer wie die Finanzkrise von 2008 sein könnte, die trotzdem mehr als ein Jahrzehnt geldpolitischer Expansion erforderte.

Zwei Szenarien und klare Warnung vor Hebeln

Hayes skizziert zwei konkrete Handlungsszenarien für Anleger. Entweder war der Rückgang von 126.000 auf die niedrigen 60.000er-Werte bereits der vollständige Abwärtszug, und Aktien werden noch folgen. Oder Bitcoin hat noch weiteren Abwärtsspielraum, bevor die Krise ihren Höhepunkt erreicht. In beiden Fällen rät Hayes ausdrücklich davon ab, jetzt gehebelte Positionen aufzubauen. Das nächste große Einstiegssignal komme von der Fed-Bilanz, nicht von der Preisentwicklung allein.

Altcoin-Strategie: Zcash und Hyperliquid im Fokus

Sobald die Fed eine Kehrtwende signalisiert, plant Maelstrom laut Hayes, überschüssige Stablecoin-Bestände in zwei spezifische Altcoins zu investieren: Zcash und Hyperliquid. Die Rückkehr zu Zcash ist bemerkenswert, da Hayes das Projekt zuvor nach einem Protokollfehler öffentlich verlassen hatte. Hyperliquid wird als Beispiel für DeFi-Infrastruktur mit echten Nutzungs- und Umsatzkennzahlen genannt, die besonders stark von steigender Fiat-Liquidität profitieren dürfte.

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