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Kasachstan baut Bitcoin-Reserve auf: Miner müssen 10 % ihrer Erträge abgeben

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Kasachstan treibt seine Pläne für eine staatliche Krypto-Reserve weiter voran. Die Regierung hat vor wenigen Tagen die Vorschriften für das sogenannte strategische Digital-Mining verabschiedet. Grundlage ist die Regierungsverordnung Nr. 638 die am 1. August 2026 in Kraft treten soll.

Vergünstigter Strom für geschürfte Bitcoin

Unternehmen, die an dem Programm teilnehmen, erhalten Zugang zu regulierten Stromkontingenten. Die Preise dürfen dabei die staatlich festgelegten Höchsttarife für Stromerzeuger nicht überschreiten. Im Gegenzug müssen die Miner einen Teil ihrer geschürften Bitcoin an den Astana Hub abtreten.

Der Astana Hub ist Kasachstans staatlich gefördertes Technologie- und Innovationszentrum. Dieser fungiert als zentrale Plattform für die Übertragung der digitalen Vermögenswerte, bevor sie in die staatliche Reserve übergehen.

Teilnemende Bitcoin Miner müssen zehn Prozent der nach Strom- und Übertragungskosten verbleibenden $BTC abführen. Die Zahlung ist jeweils bis zum 25. des Folgemonats fällig.

Das Programm richtet sich nur an große Mining-Betreiber. Gefordert sind eigene Rechenzentren mit mindestens 150 Megawatt Kapazität – genug, um eine mittelgroße Stadt mit Strom zu versorgen – sowie Geräte mit einer Rechenleistung von mindestens 150 Terahashes pro Sekunde.

Zusätzlich gelten technische und betriebliche Vorgaben. Dazu gehören eine Anbindung über Umspannwerke ab 35 Kilovolt, mindestens ein Megawatt genehmigte Anschlussleistung, zwei Internetverträge, ein Reparaturzentrum, Fachpersonal und keine offenen Steuerschulden.

Nach der behördlichen Prüfung entscheidet eine Kommission über die Zulassung. Genehmigte Unternehmen müssen Verträge mit dem Astana Hub und einem Stromerzeuger abschließen. Die Laufzeit kann bis zu zehn Jahre betragen. Zum Start stehen 300 Megawatt aus dem Kraftwerk Ekibastuz GRES-1 bereit.

Die Verordnung ergänzt frühere Maßnahmen der Regierung, mit denen Kasachstan den Markt für digitale Vermögenswerte stärker regulieren und gleichzeitig als Standort für Mining-Unternehmen attraktiv bleiben möchte.

Teilnehmer müssen für das strategische Mining eine eigene $BTC-Wallet eröffnen und ihre Aktivitäten getrennt vom gewöhnlichen Mining dokumentieren. Zusätzlich ist jedes Jahr bis zum 1. April eine unabhängige Prüfung vorgeschrieben. Klassisches Mining bleibt weiterhin erlaubt, sofern Stromverbrauch und geschürfte Vermögenswerte separat erfasst werden.

Nationalbank verwaltet die Krypto-Reserve

Die übertragenen Vermögenswerte werden von der National Investment Corporation unter Aufsicht der Nationalbank von Kasachstan verwaltet. Sie bilden den Grundstock der geplanten strategischen Krypto-Reserve des Landes.

Die aktuellen Pläne kommen nicht überraschend. Kasachstan arbeitet bereits seit mehreren Jahren eng mit Binance und dessen Gründer Changpeng Zhao (CZ) zusammen. Schon 2022 traf CZ Präsident Kassym-Jomart Tokajew.

Damals vereinbarten beide Seiten eine strategische Zusammenarbeit beim Aufbau eines regulierten Kryptomarktes und eines regionalen Blockchain-Hubs. Daraus entstanden unter anderem die Binance-Lizenz für Kasachstan sowie mehrere gemeinsame Initiativen im Blockchain-Bereich.

Im Oktober 2025 traf Präsident Tokajew erneut mit CZ zusammen. Im Mittelpunkt standen der weitere Ausbau des Kryptosektors, neue Blockchain-Initiativen sowie der neu geschaffene Alem Crypto Fund.

Dieser nahm als erste Position den Binance-Token BNB in sein Portfolio auf. Die jetzt angekündigte staatliche Krypto-Reserve ist organisatorisch davon getrennt. Sie wird über die National Investment Corporation unter Aufsicht der Nationalbank verwaltet.

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