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Grayscale: Bitcoin-Boden könnte bereits erreicht sein – Vierjahreszyklus vor dem Aus?

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In einem neuen Bericht prognostiziert Vermögensverwalter Grayscale, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt bereits erreicht hat. Research-Chef Zach Pandl stellt das klassische Vierjahresmodell infrage, wonach erst im September oder Oktober ein weiteres Kurstief zu erwarten wäre.

Kommt der Bitcoin-Boden erst im Oktober?

In seiner am Mittwoch veröffentlichten Analyse stellt Pandl zwei Modelle für den aktuellen Bitcoin-Bärenmarkt vor. Das erste Modell betrachtet die Halvings weiterhin als entscheidenden Faktor für die Kursentwicklung.

Historisch erreichte Bitcoin seinen zyklischen Tiefpunkt etwa ein Jahr nach dem vorangegangenen Hoch und rund zweieinhalb Jahre nach einem Halving. Pandl führt dazu aus:

„Historisch betrachtet erreichte der Bitcoin-Kurs seinen Tiefpunkt etwa ein Jahr nach dem zyklischen Hoch und rund zweieinhalb Jahre nach dem Halving. Die Kursverluste beliefen sich im Durchschnitt auf etwa 80 Prozent. Die Vierjahreszyklus-Theorie deutet daher darauf hin, dass Bitcoin weiter fallen und seinen Boden erst im September oder Oktober erreichen könnte.“

Nach diesem Modell wäre die aktuelle Stabilisierung lediglich eine Zwischenphase. Ein endgültiger Boden würde erst im September oder Oktober kommen.

Grayscale setzt auf Fed und Realzinsen

Grayscale hält jedoch ein zweites Modell für besser geeignet. Bitcoin hat sich laut Pandl als Anlageklasse weiterentwickelt und reagiert inzwischen stärker auf das makroökonomische Umfeld als auf den festen Halving-Zeitplan.

Als wichtigste Faktoren nennt Pandl die wirtschaftliche Entwicklung, die Geldpolitik der US-Notenbank und die Realzinsen.

Das nachfolgende Chart von Grayscale stellt den Bitcoin-Kurs mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex und der realen Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen gegenüber und zeigt, dass frühere Bärenmärkte häufig mit schwächerem Wachstum, steigenden Realzinsen oder einer Kombination aus beidem zusammenfielen. Pandl erklärt:

„Bitcoin-Bärenmärkte gingen in der Vergangenheit mit einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums und/oder steigenden Realzinsen einher. Auch der aktuelle Bärenmarkt war von einer deutlichen Verschiebung der Erwartungen an die Fed und steigenden Realzinsen geprägt.“

Die Preiszyklen von Bitcoin entsprachen Veränderungen des makroökonomischen Umfelds, Quelle: Grayscale

Steigende Realzinsen verschlechtern das makroökonomische Umfeld für Bitcoin, während eine stabile Konjunktur und das Ende geldpolitischer Straffung Entlastung bringen. Entscheidend ist der Wendepunkt bei den makroökonomischen Bedingungen. Pandl schlussfolgert:

„Wir schließen uns der zweiten Sichtweise an. Sollte die Fed auf weitere Zinserhöhungen verzichten und das Wirtschaftswachstum stabil bleiben, könnte der Bitcoin-Kurs seinen Tiefpunkt bereits erreicht haben.“

Zum Redaktionszeitpunkt handelt BTC bei 65,585 US-Dollar und liegt damit etwa 0,5% im Minus über die letzten 24 Stunden. Die Marktkapitalisierung liegt bei 1,32 Billionen US-Dollar.

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