Bitcoin $BTC$63.336,20 und die asiatischen Aktienmärkte fielen am Freitag, nachdem neue US-Luftangriffe auf den Iran die geopolitische Unsicherheit erhöhten. Zudem beeinträchtigten die Behauptungen von Präsident Donald Trump, China habe die Wahl 2020 manipuliert, die Risikostimmung und ließen den australischen Dollar sinken.
$BTC, die führende Kryptowährung nach Marktkapitalisierung, fiel auf 63.600 USD und setzte damit den fast 1,4 %igen Rückgang vom Donnerstag von 65.000 USD fort, wie aus Daten von CoinDesk hervorgeht. Zum Zeitpunkt dieses Schreibens wurde die Kryptowährung knapp unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt gehandelt, dem weitverbreiteten Indikator für kurzfristige Dynamik.
Die asiatischen Aktienmärkte gaben nach, wobei der japanische Nikkei fast 3 % niedriger gehandelt wurde und damit den tiefsten Stand seit über einem Monat erreichte. Der australische ASX 200 fiel um 0,5 %, parallel zu einem Rückgang der Nasdaq-Futures um 0,8 %. Der technologieintensive Index an der Wall Street verlor am Donnerstag über 1,6 %.
Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars aus dem Iran zitierte die Regierung der Provinz Hormozgan mit der Aussage, dass US-Luftangriffe fünf Brücken in der südlichen Provinz Hormozgan getroffen haben. Ein Raketenangriff traf zudem den maritimen Kontrollturm von Chabahar im Iran. Überraschenderweise blieben die WTI-Öl-Futures trotz der geopolitischen Spannungen durch die neue Angriffswelle der USA auf den Iran stabil bei rund 79 US-Dollar pro Barrel.
In der Zwischenzeit fiel der australische Dollar, eine rohstoffempfindliche Währung und G7-Proxy für China, gegenüber dem US-Dollar aufgrund von Befürchtungen erneuter Spannungen zwischen den USA und China.
Spät am Donnerstag kündigte Trump die Entklassifizierung von Geheimdienstberichten an, die eine chinesische Einmischung in US-Wahlen behaupten. Er erklärte, dass Peking 220 Millionen US-Wählerdatensätze erlangt habe, und bezeichnete dies als eine erhebliche Bedrohung für die Demokratie. Die chinesische Botschaft wies die Vorwürfe kategorisch zurück.
Der Streit an sich ist nicht marktrelevant, doch seine potenzielle Belastung der Beziehungen zwischen den USA und China vor Trumps Treffen mit Xi im September ist wahrscheinlich der Grund, warum die AUD-Händler angespannt bleiben.
„Trumps Entscheidung, wenige Wochen vor diesem Treffen neue, weitreichende Anschuldigungen gegen Peking zu erheben, bringt ein neues Friktionsrisiko in eine Beziehung, die sich stabilisiert hatte“, sagte Eamonn Sheridan, Chief Asia-Pacific Currency Analyst bei InvestingLive, in einem Markt-Update.