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Bitcoin-Inhaber Metaplanet sammelt 50 Millionen US-Dollar zur Erweiterung des BTC-Bestands ein

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Das japanische Bitcoin-Treasury-Unternehmen Metaplanet ist mit einer weiteren Runde der Bilanzhebelwirkung zurück auf dem Markt und gibt zinslose gewöhnliche Anleihen im Wert von 8 Milliarden Yen, etwa 50 Millionen US-Dollar, aus, um zukünftige Bitcoin-Käufe zu finanzieren.

In einer Einreichung am Freitag erklärte das Unternehmen, dass die jüngste Ausgabe vollständig vom EVO Fund aufgenommen wurde, einem auf den Cayman Islands ansässigen Investor, der bereits mehrfach die vorherigen Angebote von Metaplanet maßgeblich unterstützt hat. Dies markiert zudem die 20. Anleihebegebung des Unternehmens und unterstreicht dessen seit Langem favorisierte Strategie, die Fremdkapitalmärkte zur Finanzierung der Bitcoin-Akkumulation zu nutzen.

Die Anleihen tragen weder Zinsen, noch Sicherheiten, noch eine Garantie, enthalten jedoch einen automatischen Rückzahlungsmechanismus, der aktiviert wird, sobald Metaplanet durch zukünftige Finanzierungen, typischerweise die Ausübung von Aktienwarrants, von EVO entsprechende Matching-Beträge einwirbt.

In der Praxis bedeutet dies, dass jede Anleihe effektiv zurückgezahlt und durch die nächste Finanzierungsrunde ersetzt wird, wodurch die 20-Anleihen-Folge in eine rollierende, kostenfreie Kreditlinie verwandelt wird

Metaplanet, mittlerweile der größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber Japans, setzt seit April 2024 seinen stetigen Kaufrausch fort und hat allein im ersten Quartal 5.075 $BTC hinzugekauft. Zum Zeitpunkt der Erstellung hielt das Unternehmen 40.177 $BTC, womit es laut BitcoinTreasuries die drittgrößte börsennotierte Bitcoin-Reserve weltweit darstellt.

Die aggressive Akkumulation setzt sich fort, obwohl das Unternehmen mit erheblichen Buchverlusten konfrontiert ist. Metaplanet meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettoverlust von 619 Millionen US-Dollar, der hauptsächlich auf nicht realisierte Abschreibungen auf seinen Bitcoin-Bestand zurückzuführen ist.

Metaplanet hat im vergangenen Jahr immer wieder den Spitzenplatz der am stärksten leerverkauften Aktien an der Tokioter Börse eingenommen und wieder verloren. Leerverkäufer stellen dabei infrage, ob die auf EVO basierende Finanzierungsstruktur angesichts der zunehmenden Volatilität von Bitcoin oder einer möglichen Verschiebung der Kapitalallokationsprioritäten von EVO aufrechterhalten werden kann.

Die Einzahlung vom Freitag ist unter anderem ein Vertrauensvotum von der einen Gegenpartei, deren fortgesetzte Teilnahme das Modell am Laufen hält.

Das übergeordnete Umfeld war jedoch eher volatil als eindeutig rückläufig. Bitcoin, das im Oktober 2025 kurzzeitig auf ein Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar gestiegen war, hat seitdem angesichts geopolitischer Schocks im Nahen Osten nachgegeben. Derzeit wird es bei etwa 77.800 US-Dollar gehandelt und liegt damit in den letzten Monaten trotz allem noch rund 10 % im Plus, da sich die Risikobereitschaft stabilisiert.

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