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Die Quantengefahr für Bitcoin ist real, aber beherrschbar, so der Wall-Street-Broker Bernstein

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Der Wall-Street-Broker Bernstein erklärte, dass der Aufstieg der Quantencomputing eine glaubwürdige, jedoch beherrschbare Bedrohung für Bitcoin und das breitere Krypto-Ökosystem darstellt, da jüngste Durchbrüche die Zeitrahmen für potenzielle Angriffe auf moderne Kryptographie verkürzen.

Fortschritte wie Google Quantum AI’s Gemeldete Verringerungen der Qubit-Anforderungen deuten darauf hin, dass das Risiko nicht länger eine entfernte, jahrzehntelange Sorge ist, bemerkte der Broker. Dennoch warnte das Unternehmen, dass die Skalierung von Quanten systemen auf das erforderliche Niveau, um weit verbreitete Verschlüsselungen zu knacken, weiterhin eine komplexe, mehrstufige Herausforderung bleibt.

"Quantum sollte eher als ein mittel- bis langfristiger System-Upgrade-Zyklus denn als ein Risiko betrachtet werden“, erklärten die von Gautam Chhugani geführten Analysten im Bericht vom Mittwoch.

Quantencomputing nutzt die Prinzipien der Quantenmechanik anstelle der klassischen Physik. Statt binärer Bits verwendet es Qubits, die gleichzeitig in mehreren Zuständen existieren können, eine Eigenschaft, die als Superposition bekannt ist und es ermöglicht, viele Möglichkeiten gleichzeitig zu verarbeiten.

In Kombination mit Verschränkung ermöglicht dies Quanten systemen, bestimmte Probleme, wie das Knacken von Verschlüsselungen, weit effizienter zu lösen als klassische Computer.

Quantencomputer könnten letztendlich kryptografische Systeme wie die Elliptische-Kurven-Verschlüsselung, die Krypto-Wallets zugrunde liegt, schwächen, indem sie Probleme lösen, die für klassische Maschinen unerreichbar sind. Der Bericht stellte jedoch fest, dass die Bedrohung Branchen von der Finanzwelt bis zur Verteidigung betrifft und als ein beherrschbares, langfristiges Risiko statt als existenzielle Gefahr für Bitcoin betrachtet werden sollte.

Die Exponierung konzentriert sich auf etwa 1,7 Millionen BTC, die in älteren „Legacy“-Wallets gehalten werden, während neuere Praktiken und Protokolle die Verwundbarkeit verringern. Das Bitcoin-Mining, das auf SHA-basierendem Hashing beruht, bleibt auch in fortgeschrittenen Quantenszenarien effektiv sicher, so der Broker.

Bernstein erwartet, dass die Kryptoindustrie ausreichend Zeit, etwa drei bis fünf Jahre, haben wird, um auf post-quantensichere Kryptographie umzusteigen. Aktualisierungen wie neue Wallet-Standards, reduzierte Adresswiederverwendung und Schlüsselrotation sind bereits in der Diskussion.

Ein kürzlich veröffentlichter akademischer Artikel stellte fest, dass ein Angriff auf die Bitcoin-Blockchain mittels Quanten-Mining den Energieausstoß eines Sterns erfordern würde.

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