Murray Rudd und Dennis Porter veröffentlichen peer-reviewed Studie im Journal of Risk and Financial Management
Das Paper “A Supply and Demand Framework for Bitcoin Price Forecasting” erschien am 30. Januar 2025 beim Verlag MDPI mit vollständigem Peer-Review. Die Autoren arbeiten für Satoshi Action Education, die Organisation hinter dem Mined in America Act.
Das Bitcoin Supply Squeeze Modell basiert auf einer vertikalen Angebotskurve kombiniert mit einer CES-Nachfragefunktion. Für Anfänger erklärt: Vertikales Angebot bedeutet, dass die verfügbare Menge Bitcoin nicht auf Preisänderungen reagiert. Egal ob Bitcoin bei 10.000 oder 1 Mio. US-Dollar steht, es werden nicht mehr produziert.
Bei Gold oder Öl steigt die Produktion wenn der Preis steigt, bei Bitcoin nicht. Da der Gold-Preis aktuell historisch stark gestiegen ist, können Gold-Miner auch mehr in die Förderung investieren, weshalb die Inflation von Gold bei einem höheren Preis steigt.
Die CES-Funktion modelliert wie verschiedene Käufergruppen von Bitcoin bei unterschiedlichen Preisniveaus nachfragen. Startpunkt ist das vierte Halving vom April 2024.
1 Mio. USD bis Anfang 2027 bei täglichen Abzügen über 1.000 $BTC aus dem liquiden Supply
Bei einem Demand Multiplier von 30 und täglichen Abzügen über 1.000 $BTC aus dem liquiden Angebot erreicht Bitcoin in allen Szenarien 1 Mio. US-Dollar bis Anfang 2027. Bei höheren Abzügen: 2 Mio. bis Ende 2027, 5 Mio. bis Anfang 2031.
Ein Follow-up Paper vom Oktober 2025 ergänzte eine Monte Carlo Simulation und ergab 50 Prozent Wahrscheinlichkeit für über 5,17 Mio. US-Dollar bis April 2036. ARK Invest landet mit 3,8 Mio. bis 2030 genau zwischen Median und oberem Band. Die Bitcoin Millionen Prognose hat Einschränkungen: D = 30 beschreibt eine 30-fache Nachfragesteigerung.
Tägliche Abzüge über 1.000 $BTC liegen am oberen Rand dessen was ETFs und Strategy aktuell aus dem Markt nehmen. Von 68.000 auf 1 Mio. in neun Monaten wäre selbst für Bitcoin beispiellos. Die Autoren betonen, dass das Modell Szenarien zeigt, keine Versprechen.
Power Law beschreibt Vergangenheit, Supply-Demand-Modell erklärt Mechanik
Das Power Law beschreibt statistisch wie sich der Preis entwickelt hat, ohne zu erklären warum. Das Bitcoin Supply Squeeze Modell erklärt den Mechanismus: Wenn das liquide Angebot schrumpft während die Nachfrage wächst, muss der Preis steigen.
Die Studie kritisiert Power-Law-Modelle dafür, dass sie abnehmende Volatilität suggerieren. Das Supply-Demand-Modell kommt zum Gegenteil: Je knapper das Angebot, desto volatiler der Preis. Aktuell liegen die Börsenreserven bei 2,31 Mio. $BTC, dem niedrigsten Stand seit 2018.
Bitcoin hat eine feste Obergrenze von 21 Mio. Einheiten die niemand ändern kann. Alle vier Jahre halbiert sich das neue Angebot durch das Halving. Gleichzeitig ziehen ETFs, Unternehmen und Privatanleger immer mehr Bitcoin aus dem handelbaren Bestand. Wenn ein Gut mit festem Angebot auf steigende Nachfrage trifft, gibt es nur eine Variable die sich anpassen kann: der Preis.
Kein Fiat-Geldsystem funktioniert nach diesem Prinzip, weil dort das Angebot jederzeit politisch ausgeweitet werden kann. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem Geld das auf Regeln basiert und einem das auf Entscheidungen basiert, und genau deshalb existiert dieses Modell nur für Bitcoin.
Wir berichteten über den Supply Squeeze und die auf Rekordtief gefallenen Börsenreserven.
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