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Aussicht auf Kriegsende: Ölpreis fällt unter 100 Dollar, Bitcoin steigt auf 68.000 Dollar

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Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, der Krieg gegen den Iran könnte in „zwei oder drei Wochen“ enden, hat an den globalen Finanzmärkten für spürbare Erleichterung gesorgt. Rohöl, Aktien und Kryptowährungen reagierten unterschiedlich stark auf die Nachricht, die aktuell die Schlagzeilen dominiert.

Ölpreis unter Druck: Brent fällt unter 100 Dollar

Der Brent-Rohölpreis fiel nach Trumps Aussagen erstmals seit längerer Zeit unter die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar pro Barrel. Auslöser war die Kombination aus Trumps Ankündigung eines bevorstehenden Kriegsendes und der Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel.

Trump erklärte, Irans Militär sei so geschwächt, dass die Straße von Hormus „automatisch öffnen“ werde, obwohl die USA damit „nichts zu tun haben“ würden.

Auch der Iran selbst signalisierte laut BBC Bereitschaft zur Einstellung der Feindseligkeiten. Bloomberg analysierte Trumps Kurswechsel als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgekosten des Krieges und die Erkenntnis, dass die Ereignisse nicht mehr vollständig unter seiner Kontrolle stünden. Asiatische und europäische Aktienmärkte reagierten positiv auf die Entwicklungen.

Bitcoin und Krypto-ETFs: Erste Erholung seit Monaten

Bitcoin ist am heutigen Mittwoch doch deutlich um 3,4 Prozent auf wieder mehr als 68.000 Dollar geklettert. Ethereum wuchs soagr um mehr als 5 Prozent auf wieder mehr als 2.100 Dollar.

Parallel zu den Bewegungen am Ölmarkt zeigten sich auch im Kryptosegment erste Stabilisierungstendenzen. US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im März 2026 Nettomittelzuflüsse von 1,32 Milliarden US-Dollar, die ersten monatlichen Zuflüsse seit Oktober 2025. Damit endete eine vier Monate andauernde Serie von Abflüssen.

Der Zusammenhang mit dem Irankrieg ist dabei nicht zu unterschätzen: Die geopolitische Unsicherheit hatte maßgeblich zum Rückgang des Bitcoin-Preises beigetragen, der von seinem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 um bis zu 50 Prozent auf rund 68.000 US-Dollar fiel. Die Aussicht auf ein Kriegsende scheint nun auch hier das Sentiment zu verbessern.

ETF-Daten im Überblick

Monat ETF-Nettomittelfluss
Oktober 2025 Positiv (letzter Zuflussmonat)
November 2025 3,5 Mrd. USD Abflüsse
Dezember 2025 1,1 Mrd. USD Abflüsse
Januar 2026 1,6 Mrd. USD Abflüsse
Februar 2026 206 Mio. USD Abflüsse
März 2026 1,32 Mrd. USD Zuflüsse

Anleger noch immer im Minus

Trotz der positiven Signale bleibt die Lage für viele Bitcoin-ETF-Investoren angespannt. Die durchschnittliche Kostenbasis liegt laut Analysten bei rund 84.000 US-Dollar, während der aktuelle Spotpreis bei etwa 68.000 US-Dollar notiert. Das bedeutet, dass die Mehrheit der ETF-Anleger nach wie vor Verluste auf ihre Positionen verbucht.

Die ETF-Bestände zeigten sich dennoch bemerkenswert widerstandsfähig: Sie sanken vom Höchststand von 1,38 Millionen $BTC im Oktober auf ein Tief von 1,28 Millionen $BTC, ein Rückgang von lediglich rund 7 Prozent, und haben sich inzwischen auf etwa 1,31 Millionen $BTC erholt.

Ausblick: Geopolitik bleibt der entscheidende Faktor

Die Reaktionen an Öl- und Kryptomärkten verdeutlichen, wie stark die globalen Finanzmärkte derzeit von geopolitischen Entwicklungen abhängen. Sollte es tatsächlich zu einem raschen Ende des Irankriegs kommen, dürften sowohl der Rohölpreis als auch risikobehaftete Anlageklassen wie Bitcoin von einer nachhaltigen Entspannung profitieren. Bis zur offiziellen Bestätigung eines Waffenstillstands bleibt die Lage jedoch volatil.

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