Bitcoin BTC$69,886.08 hat wahrscheinlich seinen Tiefpunkt erreicht und ist bereit für weitere Kurssteigerungen, teilte die Wall-Street-Brokerfirma Bernstein in einer Kundenmitteilung am Dienstag mit und bekräftigte ihr Kursziel von 150.000 US-Dollar zum Jahresende.
"Wir sind der Ansicht, dass Bitcoin seinen Tiefpunkt erreicht hat und nun wieder steigt", schrieben die von Gautam Chhugani geführten Analysten. Die weltweit größte Kryptowährung wurde zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 71.000 US-Dollar gehandelt.
Der Broker behielt auch seine positive Einschätzung gegenüber dem Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy (MSTR) bei und bezeichnete es als eine Hoch-Beta-Proxy für Bitcoin mit einer „widerstandsfähigen, liquiden und belastungserprobten“ Bilanz. Das von Executive Chairman Michael Saylor geführte Unternehmen hält etwa 3,6 % des gesamten Bitcoin-Angebots, was einem Wert von rund 53,5 Milliarden US-Dollar entspricht.
Bernstein bewertet Strategy mit „Outperform“ und einem Kursziel von 450 $. Die Aktien blieben im frühen Handel unverändert bei etwa 138,10 $.
Die Analysten hoben zudem die wachsende Nachfrage nach dem bevorzugten Instrument von Strategy, STRC, hervor, welches eine monatliche Dividende von 11,5 % bei geringer Volatilität bietet.
Die unbefristete Struktur von STRC trägt dazu bei, die Verwässerung des Eigenkapitals zu reduzieren und gleichzeitig langfristiges Kapital bereitzustellen, wobei die Handelsvolumina in den letzten drei Monaten um 65 % gestiegen sind, so der Bericht.
Der jüngste Rückgang von Bitcoin folgt auf einen starken Anstieg zu Rekordhochs Ende 2025, wobei die Preise vom Höhepunkt aus um bis zu 45 % gefallen sind, bedingt durch eine Mischung aus makroökonomischen und marktgetriebenen Belastungen. Analysten weisen auf ein längerfristig höheres Zinsumfeld, geopolitische Risiken im Zusammenhang mit dem Nahen Osten sowie zeitweilige Abflüsse bei börsengehandelten Fonds (ETFs) hin, die die Risikobereitschaft belasten.
Der Abbau von gehebelten Positionen und die Gewinnmitnahmen langfristiger Anleger beschleunigten den Rückgang, lösten Zwangsliquidationen aus und erhöhten die Volatilität.
Trotz des Ausmaßes der Korrektur beschrieben Bernstein-Analysten die Bewegung als eine vorübergehende Stimmungsanpassung und nicht als einen fundamentalen Einbruch, wobei sie das Fehlen systemischer Belastungen feststellten, wie sie typischerweise bei früheren Kryptomarktabschwüngen zu beobachten sind.
Auf makroökonomischer Ebene stellten die Analysten fest, dass Bitcoin Gold seit Beginn des Iran-Konflikts Ende Februar um 25 % übertroffen hat, was den Reiz der Kryptowährung als tragbares, zensurresistentes Asset in Zeiten geopolitischer Spannungen unterstreicht.
Die institutionelle Nachfrage bleibt ein entscheidender Treiber. Der Broker verwies auf robuste ETF-Zuflüsse und eine zunehmende Beteiligung von Banken, die bitcoinbezogene Finanzdienstleistungen anbieten.
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