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Bitcoin könnte bereits in der Nähe von 60.000 $ sein Tief erreicht haben. Hier ist der Grund.

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Manche befürchten, dass Bitcoin $BTC$70.307,85 noch einen stärkeren Kursrückgang erleben könnte, doch ein entscheidender Indikator deutet darauf hin, dass der Tiefpunkt möglicherweise bereits hinter uns liegt.

Dieser Indikator ist die 30-Tage implizite Volatilität, eine optionsbasierte Kennzahl zur erwarteten Preisschwankungsintensität über einen Zeitraum von vier Wochen.

Die vielbeachteten 30-Tage impliziten Volatilitätsindizes wie Deribits DVOL und Volmex' BVIV stiegen Anfang Februar auf 90 %, als Bitcoin auf fast 60.000 US-Dollar abstürzte. Historisch gesehen gingen ähnliche Volatilitätsspitzen mit maximaler Panik und Kapitulation einher und markierten damit Tiefpunkte im Kursverlauf.

VIX-ähnliches Gegensignal

Die Marktstruktur von Bitcoin hat seit der Einführung von Spot-$BTC-ETFs in den USA Anfang 2024 zunehmend die Wall Street widerspiegelt.

In diesem Zusammenhang hat sich die implizite Volatilität als „Angstbarometer“ und als konträrer Indikator ähnlich dem VIX etabliert, einem Echtzeitindikator, der die erwartete 30-Tage-Volatilität des S&P 500 misst: Sie tendiert typischerweise in stabilen Märkten nach unten, steigt jedoch während Phasen extremer Angst, die bedeutende Markttiefs markieren, stark an.

Diese Dynamik zeigte sich bereits Anfang letzten Monats deutlich, als Bitcoin stark einbrach. Die daraus resultierende Paniknachfrage nach Optionen, überwiegend Puts, trieb DVOL und BVIV in zuvor ungesehenen Höhen von 90 % und mehr, in einer Weise, die mit früheren Kapitulationsereignissen, wie im August 2024, als die Preise auf rund 50.000 US-Dollar abstürzten und ihren Tiefpunkt erreichten, übereinstimmt.

Dasselbe geschah im November 2022, als FTX zusammenbrach, was zu einer Höchstphase der Angst führte und die implizite Volatilität auf 90 % trieb. Zu diesem Zeitpunkt fiel Bitcoin unter die Marke von 20.000 US-Dollar.

Wenn die Geschichte als Leitfaden dient, ist der Bitcoin-Abwärtstrend, der im Oktober bei Höchstständen von über 126.000 $ begann, bereits beendet.

DVOL (TradingView)

Man könnte argumentieren, dass ein einzelner Indikator nicht viel beweist, und das ist logisch. Was ihn jedoch bemerkenswert macht, ist seine etablierte Rolle in den traditionellen Märkten als Gegensignal.

Ein sehr hoher VIX, der weit über seinem langfristigen Durchschnitt liegt, wird allgemein als starkes konträres Kaufsignal für langfristige Investoren betrachtet, da er maximale Marktangst und „Panik“ repräsentiert.

Tatsächlich verwenden viele Strategien an der Wall Street den VIX als „Hintergrundindikator“, um systematische Aktienkäufe auszulösen. Beispielsweise nutzen quantitative Mean-Reversion-Fonds Modelle, bei denen ein deutlich über dem langfristigen Durchschnitt liegender VIX eine automatisierte Erhöhung des Aktienhebels auslöst.

Apropos VIX, erreichte dieser am 9. März mit 35 % ein Einjahreshoch, fast einen Monat nach dem Ausbruch der Bitcoin-Volatilität,. Der VIX blieb im Jahr 2026 erhöht, hielt sich jedoch unter früheren Ausreißer-Spitzenwerten über 60, wie sie am Liberation Day im April 2025 verzeichnet wurden.

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