Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold im März zeigt seltene Signale, die darauf hindeuten, dass Bitcoin möglicherweise bereits einen Boden gebildet hat.
Am Markt läuft die letzte Woche im März. Gold hat dabei den vierten Wochenverlust in Folge verzeichnet. Gleichzeitig bewegt sich Bitcoin weiterhin nahe der Marke von 70.000 USD. Dieses Auseinanderlaufen der Kurse rückt immer mehr in den Fokus von Analysten.
$BTC/Gold-Ratio deutet im März auf möglichen Boden hin
Analyst Michaël van de Poppe hat den Chart des $BTC/Gold-Verhältnisses analysiert. Er sagte, dass der aktuelle Rückgang um 70% den historischen Böden nach Bärenzyklen von 13 bis 14 Monaten sehr ähnlich ist.
Frühere starke Rückgänge in diesem Verhältnis — 86% im Jahr 2014, 83% im Jahr 2018 und 76% im Jahr 2022 — markierten jeweils ein Zyklustief. Sobald sich das Verhältnis wieder erholt, zeigt das, dass Bitcoin Gold übertrifft.
Er ist der Meinung, dass der Chart nun nicht weiter fällt. Vielmehr scheint er in eine Konsolidierungsphase überzugehen, was eine mögliche Erholung für Bitcoin ermöglicht.
„Dieses Mal wird es nicht anders sein”, prognostizierte Michaël van de Poppe.
$BTC/Gold-Verhältnis. Quelle: Michaël van de Poppe">
Kurzfristig stärkt eine bullische Divergenz im $BTC/Gold-Chart zusätzlich die Erwartung, dass Bitcoin Gold in naher Zukunft übertrifft.
Die Korrelation zwischen Bitcoin und Gold erreicht ein Dreijahres-Tief.
Daten von CryptoQuant helfen, das Muster zu verdeutlichen, das Michaël van de Poppe erkennt.
Im März fiel der Bitcoin-Gold-Korrelationsindex auf -0,9, das niedrigste Niveau seit Ende 2022. Damals erreichte Bitcoin einen Boden bei 15.600 USD und startete eine bullische Entwicklung, die länger als zwei Jahre andauerte.
Gleichzeitig erklärte der erfahrene Trader Peter Brandt, dass Gold gerade ein klares bärisches Muster ausbildet, das als „Neun Rote Vögel”-Muster bekannt ist. Bei diesem Muster handelt es sich um neun aufeinanderfolgende Tage mit rückläufigem Schlusskurs.
Er wies darauf hin, dass dieses Muster in seiner beruflichen Laufbahn nur viermal aufgetreten ist. Es führt oft dazu, dass sich die Märkte erst nach mehreren Jahren wieder erholen.
Die Einschätzung von Peter Brandt und die gegenläufige Korrelation zwischen Bitcoin und Gold deuten darauf hin, dass Bitcoin im März bereits einen Boden erreicht haben könnte.
Warum Gold und Bitcoin unterschiedlich performen
Das Analyseunternehmen Swissblock, das datenbasierte Marktanalysen für institutionelle Investoren erstellt, erklärte, dass Bitcoin geopolitische Risiken früh eingepreist hat, als sich der Iran-Konflikt Anfang des Monats zuspitzte.
„Bitcoin hat das geopolitische Risiko als Erstes eingepreist. Bitcoin wurde zuerst verkauft, hat sich jedoch am schnellsten erholt. Die Botschaft ist klar: Bitcoin hat den Schock besser verarbeitet als erwartet und diesen nicht als systemische Krise neu bewertet”, erklärte Swissblock.
Ein aktueller Bericht von BeInCrypto zeigt, dass Bitcoin-Adressen mit Beständen von mehr als 1.000 $BTC auf ein Jahreshoch gestiegen sind, obwohl weiterhin Unsicherheiten wegen Krieg und Rezessionsängsten bestehen.
Außerdem ist Bitcoin mit wichtigen makroökonomischen Daten wie PMI und Arbeitslosenzahlen in die Woche gestartet. Diese Zahlen können dabei helfen, die Markttrends in den kommenden Monaten mitzugestalten.
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