Der Krypto-Markt findet kein Momentum für einen nachhaltigen Ausbruch. Die Lage in Nahost lastet weiter auf der Risikobereitschaft der Anleger. Bitcoin verteidigt die 70.000-Dollar-Marke, ETH, SOL und XRP halten ihre lokalen Unterstützungslevel vorerst.
Die Situation rund um den Iran bleibt derweil unübersichtlich. US-Präsident Trump verkündete gestern eine fünftägige Pause der Angriffe auf Irans Energie-Infrastruktur – nach angeblich “konstruktiven” Gesprächen mit Teheran. Bitcoin und die globalen Märkte holten kurz Luft.
Teheran dementiert jedoch jegliche Fortschritte und Gespräche und wirft Trump einen Bluff vor. Dem Wall Street Journal zufolge stehen nun auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate kurz vor einem Kriegseintritt. In der Nacht soll es zudem erneut US-israelische Angriffe auf Irans Energieversorgung gegeben haben.
Das dürfte die Eskalation weiter anheizen und ein baldiges Kriegsende in weite Ferne rücken. Die Märkte quittieren das mit steigenden Ölpreisen und fallenden Futures bei S&P 500, Nasdaq und Co.
Krypto weiter resilient
Trotz allem schlägt sich der Krypto-Markt wacker. Kurzfristig dominiert die Geopolitik das Geschehen, während mittelfristig die Regulatorik entscheidender sein dürfte.
Fox-Reporterin Eleanor Terrett meldet neue Details zum Stablecoin-Streit im geplanten Clarity Act. Ein neuer Kompromissentwurf sieht vor, Renditen auf Stablecoin-Einlagen grundsätzlich zu blockieren. Erlaubt wären sie nur im Rahmen von Aktivitäts- und Bonusprogrammen. Die Verhandlungen zwischen Banken-Lobby und Krypto-Branche laufen seit Januar.
Unter den Tagesgewinnern sticht das dezentrale KI-Projekt Bittensor mit einem Plus von 13 Prozent hervor. KI bleibt das dominierende Narrativ im Tech-Sektor und Bittensor gilt vielen Beobachtern als das führende Krypto-Projekt in diesem Feld. Den Kurssprung knüpfen Kommentatoren an Nvidia-Chef Jensen Huangs positive Äußerungen zu Open-Source-KI im All-In-Podcast.