Der Bitcoin‑Preis hat in den letzten Monaten heftige Schwankungen erlebt.
Nachdem er Anfang Oktober 2025 ein Rekordhoch von etwa $126,220 erreicht hatte, ist die weltweit größte Kryptowährung auf unter $65,000 gefallen und handelt derzeit bei rund $68,000.
Der Markt schwankt zwischen der Hoffnung auf eine neue Rallye und der wachsenden Vermutung, dass die eigentliche Ausdünnung noch nicht stattgefunden hat.
Analysten haben zudem auf eine weitere brutale Möglichkeit hingewiesen: Der Bitcoin‑Preis könnte vor dem nächsten Bullenlauf bis auf $43,000 abstürzen.
Schmerzhafter Rückgang bei Bitcoin
Die Stimmung bei Bitcoin unterscheidet sich jetzt deutlich von dem Optimismus, der den letzten Herbst prägte.
Analyst Ali Martinez, unter Berufung auf Glassnodes MVRV‑Preis‑Bänder, hat $73,726 als aktuelles 1.0‑Widerstandsband hervorgehoben.
Der Preis ist eher zur Decke für Erholungsversuche geworden als zum Sprungbrett für eine neue Aufwärtsbewegung.
Einfach ausgedrückt misst MVRV, ob Bitcoin‑Halter mit Gewinnen oder Verlusten dastehen, was es zu einem nützlichen Indikator macht, um zu beurteilen, ob der Markt überdehnt ist oder sich dem Bewertungsbereich nähert.
Martinez’ Hinweis ist nicht, dass Bitcoin zwangsläufig auf $43,000 abstürzen muss, sondern dass die historische Entwicklung diese Möglichkeit offenlässt.
Er führt aus, dass sich in den vergangenen zehn Jahren wichtige Bitcoin‑Tiefs konsequent zwischen den MVRV‑Bändern 1.0 und 0.8 gebildet haben, die derzeit nahe $54,000 bzw. $43,000 liegen.
Das bedeutet schlicht: Sollte Bitcoin die Zone um $54,000 entscheidend verlieren, deutet das historische Zyklusverhalten darauf hin, dass die nächste starke Anziehungskraft deutlich näher bei $43,000 liegen könnte.
Zyklusberechnung deutet auf tiefere Kurse
Ein zweites Argument ergibt sich aus dem Zyklustiming und weniger aus Bewertungsbändern.
Analyst NoLimit, der das NUPL (Net Unrealized Profit/Loss) von Bitcoin heranzieht, hat argumentiert, dass frühere Halving‑Zyklen zeigen, dass große Tiefs oft etwa 12 bis 13 Monate nach dem Halving‑Ereignis eintreten.
Im aktuellen Zyklus würde das eher auf Oktober oder November 2026 als auf Frühling oder Sommer hindeuten.
Diese These fügt sich sauberer in die bärische MVRV‑Karte ein, als es vielen Bullen lieb wäre.
NoLimits erwartete Landungszone von grob $45,000 bis $50,000 liegt nahe an Martinez’ breiterem Bodenbereich von $43,000 bis $54,000.
Die Daten bieten Händlern zwei verschiedene On‑Chain‑Ansätze, die nahezu zum selben Bereich führen.
Marktseitig ist eine solche Übereinstimmung bedeutsam, weil Investoren genauer hinsehen, wenn unterschiedliche Modelle auf dieselbe Risikozone zeigen.
All das macht einen Absturz auf $43,000 nicht zwingend unvermeidlich.
Bitcoin könnte diesen Weg noch vermeiden, wenn sich die Makrobedingungen verbessern, die ETF‑Nachfrage anzieht oder ein starker Katalysator den Kurs wieder über die Widerstandsbereiche hebt.
Sollten Sie allerdings noch denken, der Bitcoin‑Preis habe bereits sein Tief gesehen und es gehe nur noch nach oben, müssen Sie Ihre Analyse möglicherweise überdenken.
Die nächste große Kaufgelegenheit bei Bitcoin könnte erst nach einem weiteren tiefen Ausverkauf eintreten, nicht davor.
invezz.com