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Der Kursverlauf von Bitcoin ähnelt gefährlich dem Muster, das ihn zum Absturz auf 60.000 US-Dollar führte

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Die Kursentwicklung von Bitcoin BTC$70.483,40 vermittelt uns ein Gefühl von Déjà-vu, und zwar nicht im positiven Sinne.

Wenn man die Preisschwankungen seit Anfang Februar betrachtet, zeichnet sich ein sehr spezifisches, ominöses Muster ab, das bemerkenswert ähnlich zu dem Setup ist, das wir zwischen November und Januar gesehen haben. Dieses Setup ebnete schließlich den Weg für einen heftigen Ausverkauf bis auf knapp 60.000 Dollar.

Wir beobachten, was technische Analysten häufig als Gegen-Trend-Erholung bezeichnen – eine moderate Erholung innerhalb eines Abwärtstrends.

Hier ist das Diagramm. Werfen Sie einen Blick auf die beiden gelben Kanäle.

Tageschart von Bitcoin. (TradingView)

Der erste gelbe Kanal links zeigt die Kursbewegung vom 20. November bis zum 20. Januar. Damals handelte Bitcoin in einer engen Spanne mit einer leichten Aufwärtsneigung nach einem Rückgang von 100.000 Dollar. Es sah so aus, als würde sich der Preis erholen, doch in Wirklichkeit handelte es sich nur um eine Pause – oder einen kleinen Ausbruch – innerhalb eines größeren Abwärtstrends.

Das Ergebnis war, dass der Preis schließlich unter die Untergrenze dieses Handelsbereichs fiel. Im Wesentlichen brach das Niveau, das von den Händlern als „Boden“ oder Unterstützung betrachtet wurde, ein, und Bitcoin stürzte in einer geraden Linie von etwa 90.000 US-Dollar auf fast 60.000 US-Dollar bis zum 6. Februar ab.

Betrachten Sie nun den zweiten Kanal auf der rechten Seite.

Seit dem Erreichen dieser Tiefstände Anfang Februar bewegt sich Bitcoin erneut in einer engen Spanne mit leichtem Aufwärtstrend, der sich perfekt zwischen diesen beiden Trendlinien hält.

Die Ähnlichkeit mit dem früheren Muster ist unbestreitbar. Die gegenwärtige Erholungsrallye fehlt das explosive Momentum, ebenso wie das Muster von November bis Januar. Es ist ein langsamer, holpriger Anstieg. In der technischen Analyse gilt dies als Zeichen für eine bullische Erschöpfung, bei der der Markt lediglich eine Verschnaufpause einlegt, bevor die Bären ihre Motoren wieder anwerfen.

Was kommt als Nächstes?

Charts sind kein Heiliger Gral, und vergangene Leistungen garantieren keine zukünftigen Ergebnisse. Dennoch nutzen Trader sie, um die Marktpsychologie zu lesen, und derzeit erzählen sie die Geschichte einer „Dip kaufen“-Bewegung, der es an Stärke und Überzeugung mangelt.

Wenn Bitcoin unter die untere Trendlinie seines aktuellen Kanals, etwa bei 65.800 US-Dollar, fällt, könnte dies auf eine Rückkehr der Bärenkontrolle hinweisen.

Die Quintessenz ist, dass Bitcoin sich an einem wichtigen Wendepunkt befindet. Der Bärenmarkt könnte sich vertiefen, während einige erwarten, falls die Preise unter die Kanalformation fallen. Sollte es einen Ausbruch über den Kanal geben, könnte der Abwärtstrend an Schwung verlieren, und die Bullen könnten dann eine starke Gegenbewegung starten.

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