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Fed hält Zinssätze unverändert und bremst Bitcoins Aufwärtstrend

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  • Die Fed hielt die Zinssätze bei 3,5 %–3,75 %, da der Krieg zwischen den USA und dem Iran den Inflationsdruck zu verstärken drohte, während sich der Arbeitsmarkt weiter abkühlte.
  • Bitcoin reagierte im Einklang mit den großen Aktienindizes und gab einen Teil seiner Gewinne aus dieser Woche wieder ab.

US-Präsident Donald Trump übte kürzlich weiterhin Druck auf die Federal Reserve aus, die Zinsen zu senken. Die Zentralbank demonstrierte jedoch ihre Unabhängigkeit, indem sie die Zahlen trotzig bei 3,5 % bis 3,75 % beließ.

Die Inflation blieb im Februar bei 2,4 %, und die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank auf 92.000. Unter normalen Umständen hätten diese Zahlen die Fed zu aggressiveren Zinssenkungen veranlasst. Doch dann brachte der Konflikt zwischen den USA und dem Iran Komplexität in die Gleichung, was die Fed dazu veranlasste, die Zinssätze zum zweiten Mal in Folge unverändert zu lassen.

Die Fed hatte im vergangenen Jahr die Zinsen dreimal gesenkt, um den schwächelnden Arbeitsmarkt anzukurbeln. Im Januar begann sie, die Zinsen auszusetzen, als Reaktion auf anhaltend enttäuschende Beschäftigungszahlen, während die Inflation über ihrem 2-Prozent-Ziel blieb, um eine sanfte Landung zu erreichen.

Der Grund für die Zinspause der Fed

Laut Powell stützte der Offenmarktausschuss (FOMC) seine jüngste Entscheidung auf die möglichen Auswirkungen der Spannungen im Nahen Osten auf die US-Wirtschaft. Er geht davon aus, dass die Energiepreise die Inflation kurzfristig anheizen werden, hält es aber für verfrüht, ihre weiterreichenden Auswirkungen auf die Wirtschaft abzuschätzen.

Ebenso merkte Powell an, dass die Ungewissheit über die Dauer des US-Iran-Konflikts es schwierig macht, einzuschätzen, wie sich dieser letztlich auf die Konsum- und Unternehmensinvestitionen auswirken wird. Dieser Schritt unterstreicht die Bemühungen der Fed, mögliche Überreaktionen auf geopolitische Schocks abzuschwächen und eine stagflationäre Spirale zu verhindern.

Wie die Märkte reagierten

Die Äußerungen der Fed lösten einen Rückgang der wichtigsten Indizes aus. Der Dow schloss nach einem Minus von 1,63 % auf dem niedrigsten Stand des Jahres, während der S&P 500 um 1,36 % nachgab und der Nasdaq Composite um 1,46 % fiel.

Das Gleiche zeigte sich in roten Kerzen auf den Tages-Kurscharts von Bitcoin ($BTC) und Ethereum ($ETH). Es stoppte die Aufwärtsdynamik von $BTC bei knapp 76.000 $ und den Versuch von $ETH bei 2.400 $.

Ausblick der Analysten

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran übt externen Druck auf die US-Binnenwirtschaft aus, da steigende Ölpreise weiteren Inflationsdruck androhen. Analysten sehen in dem Zusammenprall externer und interner Kräfte eine Komplikation für die künftigen Maßnahmen der Fed.

Eine abwartende Haltung ist derzeit der umsichtigste Weg, um eine Marktpanik zu verhindern.

Kettenreaktionen auf die Bitcoin- und Krypto-Wirtschaft

Für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt könnte die Situation den Weg für erhöhte Volatilität ebnen. Der Ruf der Anlageklasse als „digitales Gold“ oder sicherer Hafen könnte auf die Probe gestellt werden, sollte sich die Spannung hinziehen.

Chinas angebliche Neuausrichtung auf eine mögliche Blockade Taiwans könnte jedoch die Lieferkette des Technologiesektors stören. Bitcoins hohe kurzfristige Korrelation mit Tech-Aktien macht es anfällig für stärkere Korrekturen.

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