- Er argumentierte, dass Bitcoin niemals dazu gedacht sei, zufällige Daten zu speichern, sondern nur finanzielle Transaktionen.
- Frühere Protokollbeschränkungen erschwerten es, große oder lesbare Datenbrocken einzubetten.
- Knotenbetreiber können keine Daten von der Blockchain löschen, ohne gegen die Konsensregeln zu verstoßen.
Der Bitcoin-Pionier Nick Szabo warnt erneut für Bitcoin-Inschriften und warnt, dass das Einfügen nicht-finanzieller Daten in die Blockchain Knotenbetreiber einem rechtlichen und technischen Risiko aussetzen könnte.
In seinem Beitrag auf X argumentierte Szabo, dass Bitcoin nie dazu gedacht sei, zufällige Daten zu speichern, sondern dass es für Finanztransaktionen entwickelt wurde. Er verwies auf das Bitcoin-Whitepaper und wies darauf hin, dass dort immer wieder „Transaktion“ und nicht „Nachricht“ steht, was die Idee untermauert, dass Bitcoin als dezentrales Zahlungssystem konzipiert wurde.
Laut Szabo war es zwar technisch immer möglich, kleine nicht-finanzielle Datenstücke in Transaktionen einzubeziehen (ähnlich wie auf einem Dollarschein zu schreiben), aber frühere Protokollbeschränkungen erschwerten es, große oder lesbare Datenbrocken einzubetten.
Sein Punkt ist, dass Upgrades wie SegWit und andere Änderungen die Beschränkungen gelockert haben, sodass es für Menschen viel einfacher ist, Bilder, Dateien und andere zufällige Daten in die Blockchain einzufügen.
Mit Bitcoin Ordinals hat es richtig Fahrt aufgenommen, mit denen Menschen digitale Inhalte direkt an einzelne Satoshis (die kleinste teilbare Einheit von Bitcoin) anhängen können. Szabo bezeichnete Inschriften im Grunde als eine offene Einladung zu nicht-finanziellen Inhalten, auf die Blockchain zu gelangen.
Rechtliche Bedenken
Eine von Szabos Hauptsorgen ist die rechtliche Exposition. Da Nodes die gesamte Blockchain herunterladen und behalten müssen, warnte er, dass bei dauerhaftem Einbetten illegaler Inhalte diejenigen, die diese Nodes betreiben, theoretisch rechtlich haftbar gemacht werden könnten.
Im Gegensatz zu sozialen Medien oder Hosting-Seiten können Knotenbetreiber nicht einfach bestimmte Daten von der Blockchain löschen, ohne die Konsensregeln zu brechen. Szabo argumentiert, dass mit zunehmender Inschriftenansammlung dieser Mangel an Mäßigung zu ernsthaften rechtlichen Grauzonen führen könnte.
Das Thema ist seit der Explosion der Inschriften im Jahr 2023 äußerst umstritten. Befürworter sagen, es sei echte Innovation, ermöglicht durch neue Möglichkeiten wie Bitcoin-basierte NFTs, digitale Sammlerstücke und Token-Systeme.
Andererseits argumentieren Kritiker (darunter bekannte Namen wie Szabo), dass all diese zusätzlichen Elemente die Blockchain nur aufblähen, die Gebühren erhöhen und Bitcoin weiter von seiner ursprünglichen Aufgabe entfernen: einem Zahlungsnetzwerk zu sein.
Letztlich werfen Szabos Kommentare ein Licht auf die langjährige Spaltung in Bitcoin-Kreisen. Die eine Seite sieht es rein als solides Geld und als Abwicklungsschicht, während die andere meint, die Blockchain sollte sich zu etwas Größerem entwickeln, wie einem Ort für Daten, Apps und mehr.