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Morgan Stanley aktualisiert SEC-Filing zum Spot-Bitcoin-ETF

source-logo  crypto-news-flash.com 05 März 2026 10:28, UTC
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  • Morgan Stanley hat am 4. März 2026 ein SEC-Amendment mit neuen Details zum geplanten Spot-Bitcoin-ETF eingereicht.
  • BNY Mellon und Coinbase übernehmen zentrale Rollen, während Gebühren und einige Basket-Details noch offen sind.

Morgan Stanley hat am 4. März 2026 bei der US-Börsenaufsicht (SEC) eine Änderung (Amendment No. 1) zur Registrierung des Morgan Stanley Bitcoin Trust eingereicht und damit neue Details zum geplanten Spot-Bitcoin-ETF eingereicht. Im Fokus stehen vor allem Rollenverteilung, Verwahrung und operative Abwicklung.

Wie Morgan Stanley seinen Bitcoin-ETF gestaltet

Im aktualisierten Prospekt wird erklärt, dass der Spot-ETF passiv den Bitcoin-Preis abbilden soll. Der Preis wird bemessen an der CoinDesk Bitcoin Benchmark 4PM NY Settlement Rate und bereinigt um Kosten. Wörtlich heißt es:

„Der Trust ist ein passives Anlagevehikel, das keine Renditen über die Nachbildung des Bitcoin-Preises hinaus anstrebt. Das bedeutet, dass der Delegated Sponsor Bitcoin nicht spekulativ verkauft, wenn der Preis hoch ist, und auch nicht spekulativ zukauft, wenn der Preis niedrig ist – in der Erwartung künftiger Preissteigerungen. Außerdem wird der Trust weder Leverage noch Derivate oder ähnliche Konstruktionen einsetzen, um sein Anlageziel zu erreichen.“

Neu sind mehrere zentrale Dienstleisterrollen. Die BNY Mellon Bank wird als Administrator fungieren, Transfer Agent sowie als Cash Custodian für Bargeld und Cash-Äquivalente des Trusts. Gleichzeitig tritt BNY Mellon auch als Custodian auf, gemeinsam mit Coinbase Custody Trust Company, LLC.

Zusätzlich taucht im Risikoteil explizit die Abhängigkeit von Coinbase in einer weiteren Funktion auf: Coinbase Inc. wird als Prime Broker genannt, der unter anderem den Verkauf von Bitcoin zur Begleichung der Sponsor-Gebühr und bestimmter Ausgaben ermöglicht.

Das Dokument nennt sowohl Cash- als auch In-Kind-Creations: Authorized Participants können Anteile gegen Cash erwerben, woraufhin eine benannte Gegenpartei Bitcoin kauft und bei den Verwahrern einliefert; alternativ ist die direkte Lieferung von Bitcoin möglich. Auch Rückgaben sind als Cash- oder In-Kind-Redemptions möglich.

Auffällig ist zugleich, dass wichtige ökonomische Parameter noch als Platzhalter geführt werden: Die Delegated Sponsor Fee ist im Dokument weiterhin mit einem Platzhalter angegeben, ebenso tauchen an mehreren Stellen offene Felder für Basket-Größen oder Seed-Details auf.

Reaktionen aus der Bitcoin-Community

Auf X rückten Beobachter vor allem die nun konkreter benannten Service-Provider in den Vordergrund. John Haar (Swan) fasste die wichtigsten Punkte so zusammen: „Mehr Infos zum Morgan-Stanley-Bitcoin-ETF: Coinbase wird Verwahrer. BNY Mellon wird Administrator/Transfer Agent. Authorized Participants sind noch offen.“

Die wichtigste Erkenntnis ist für ihn aber:

„Morgan Stanley würde keinen eigenen Bitcoin-ETF auflegen – in einer Welt, in der es bereits seit zwei Jahren elf andere Bitcoin-ETFs gibt –, es sei denn, MS ist davon überzeugt, dass Bitcoin dauerhaft einen festen Anteil am Portfolio seiner Vermögensverwaltungskunden ausmachen wird.“

Joe Consorti (Theya und Horizon) sieht das ähnlich. Morgan Stanley setze mit dem Schritt ein klares Vertriebssignal:

„Morgan Stanley hat 16.000 Wealth-Manager mit 6 Billionen US-Dollar AUM. Sie starten ihren eigenen Bitcoin-ETF, weil sie sehen, wohin ein relevanter Teil dieser 6 Billionen fließt – und sie wollen die Gebühren. Das ist das Signal.“

Auch Jeff Park (ProCap/Bitwise) deutete den Vorstoß als mehr als nur ein weiteres Produkt im bereits umkämpften Spot-ETF-Markt. Für ihn ist es „das Bullischste, was es je gab.“

Ob und wann der ETF starten wird, ist aber weiter unklar. Dies hängt davon ab, wann die nächsten Amendments zu Gebühren, Basket-Details und der AP-Aufstellung folgen und wie lange die SEC zur Bearbeitung benötigt.

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